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Limp Bizkit @ Halle

Arnd and I went to see Limp Bizkit at Halle which was a 2,5 hr drive from Berlin. We went all the way up in front of the stage and .. we were blown away. Literally.

I found us on a video on youtube. :-)

And here we are in motion:

I was amazed how many cover songs they were playing. For example "Killing in the name of" – one of my favorite songs, ever. And did you know, Dog Eat Dog still existed?

And Behind Blue Eyes is a cover, too, after all..


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Müll der Welt

Wir sind zurück aus dem Urlaub, der mal wieder traumhaft war.

Der Trip nach Bali hat uns aber auch mal einige Probleme der Welt vor Augen geführt. Neben der Armut, die selbst auf Touristeninseln wie Bali immer noch präsent ist, sobald man die ausgetretenen Pfade mal um ein/zwei Kilometer verlässt, ist es das Müllproblem, das uns Jahr um Jahr zunehmend schockiert.

Erstmals bewusst erlebte ich den Müll bei unserer Kambodscha-Tour 2010. Auf der damals noch recht einsamen Insel Koh Rong staunten wir, wie ein eigentlich traumhaft schöner und unbevölkerter Sandstrand von Müll gesäumt war, den das Meer herangetragen hatte.

Über die Jahre haben wir uns schon fast dran gewöhnt, dass einsame Strandparadiese in Südostasien kaum noch ohne Plastikmüll auskommen, wie z.B. hier auf Lombok:


Resort-Urlaubern bleibt diese Konfrontation derzeit oft noch erspart, weil die Resort-Betreiber bemüht sind, ihre Strände sauber zu halten und entsprechend Personal beschäftigen, die morgens den ganzen angeschwemmten Müll einsammeln. Aber auf Bali erlebten wir dieses Jahr, dass selbst Luxus-Resorts wie das Amertha Bali Villas da kaum noch hinterher kommen.

"Wird alles von Java rübergeschwemmt", sagte man uns.

Und so versucht wohl jeder seine Hände in Unschuld zu baden. Leider sahen wir in den Bergen bei Munduk wiederholt, wie Müll in allen möglichen Ecken abseits der Siedlungen vor sich hin gammelte und wohl nur auf den nächsten großen Regenfall wartete, der ihn hinab ins Meer spülen würde. Besonders erschütterte uns, wie wir bei einem Spaziergang über Reisfelder beobachten "durften", wie ein kleiner Junge nacheinander 5 Mülleimer über einem Hang ausschüttete so selbstverständlich, wie man bei uns zur Mülltonne läuft:


Einige Tage später, bei unserer Schnorcheltour vor Menjangan hatten wir wohl das bisher eindrucksvollste Müllerlebnis. Wir waren etwas um die Insel herumgefahren und zum Schnorcheln vom Boot gesprungen, als mich plötzlich das Gefühl übermannte, in einer Müllkippe zu schwimmen. Es war wirklich eklig und es war nicht mal nur eine Plastiktüte oder so.. die Meeresoberfläche regelrecht bedeckt und auch unter Wasser trieb so viel von dem Plastikunrat herum, dass an Schnorcheln nicht zu denken war. Ich brach ab und bat den Guide, uns woanders hinzubringen und so fanden wir einen neuen Spot, wo wieder alles wunderschön war.

Wie wird wohl der Tourismus der Zukunft aussehen? Wo heute noch die Guides in Kontakt stehen und einander über Wal- oder Delphinsichtungen auf dem Laufenden halten, wird in Zukunft wohl die Information wertvoll, wo gerade kein Müll herumschwimmt. Werden unsere Kinder noch müllfreie Meere erleben, wenn sie allein auf Reisen gehen?

Frisch sensibilisiert für das Thema sah ich auf dem Heimflug den Film A Plastic Ocean, der unsere Negativerlebnisse leider mehr als nur bestätigte. Der Film zeigte auch Konsequenzen auf, an die ich nicht gleich gedacht hatte. Nicht nur, dass unsere Naturparadiese zu Müllkippen verkommen... die gesamte Nahrungskette der Meere wird verseucht. Fische fressen das Plastik, das sie nicht verdauen können, Seevögel fressen die Fische und am Ende krepieren all diese Tiere kümmerlich, weil ihre Mägen voll von unverdaulichem Material sind und keine Nahrung mehr aufnehmen können. Ganz davon abgesehen, dass der Müll auf diesem Weg auch in unserer Nahrungskette landet.



Und heute stolperte ich über dieses Bild, auf dem Instagram Feed von Sea Legacy.
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Und täglich grüßt die Flugplanänderung


Sonnenaufgang in 10000m Höhe

Der Flug nach Amsterdam verlief ohne Probleme. Wir wurden vom Sonnenaufgang überholt und erreichten kurz nach ihm Amsterdam um 11:05. Noch im Flieger erhielten wir die Nachricht aufs Handy, dass sich der Berlin Flug auch verspätet hätte, auf 10:55. Es keimte Hoffnung auf. Könnte ja sein, dass er dann die paar Minuten noch auf uns wartete?

Bis wir den Flieger verlassen hatten war 11:20. Am Gate wartete schon eine Dame der Airline auf uns.. der Flieger nach Berlin war 11:15 gestartet. Ohne uns. :-(

Wir wurden auf 16:30 Uhr umgebucht. Das Gepäck wird durchgecheckt. Na immerhin. Jetzt schlagen wir also mal wieder etwas Zeit am Flughafen tot. Is aber ganz gemütlich hier. Ist ja zum Glück nicht Schönefeld.
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Verflugt nochmal...

Als hätte ich es mit meiner vorigen Überschrift heraufbeschworen: es bleibt wirklich spannend. Und wird langsam auch ein bisschen anstrengend. Wir sollten eigentlich seit einer Stunde im Flieger sitzen, sind aber immer noch in Jakarta.

Die 9 Stunden geplanten Aufenthalt in Jakarta hatten wir entspannt in einer herunter gekommenen Vorort-Mall verbracht, welche uns von Google Maps empfohlen wurde und neben ein paar wenigen schlechten Geschäften allerlei ziemlich gute Spielangebote für kleine Kinder bot. Jelli war Happy.

Beim Taxi zurück zum Flughafen landeten wir auch auf den Punkt mit unseren verbliebenen Bargeldreserven und beim Handgepäckcheck durften wir in aller Ruhe unsere Getränke aus den Rucksäcken leeren (die wir in Denpasar noch hatten mitnehmen dürfen).

Komisch wurde es erst, als selbst kurz vor der geplanten Abflugzeit noch kein Personal am Gate zu sehen war und der Flieger davor dunkel blieb. Die Anzeigetafel sagte weiterhin "scheduled", so als würde der Flieger jede Minute abheben.

Nicht nur wir wurden unruhig und eine Passagierin uns gegenüber brachte schließlich die Hiobsbotschaft ihres Reiseveranstalters heraus: der Flug wurde um 4 Stunden auf 02:45 Uhr verschoben. Am Gate war davon weiterhin nichts zu sehen, geschweige denn, dass jemand gekommen wäre, uns zu informieren.

Erst nach eindringlichen Beschwerden an umliegenden Gates wurde unseres dann doch mal mit Personal und erwas Information bestückt.

In der Folge essen und relaxen wir jetzt in der Garuda Lounge. Der Flug wurde wohl wegen schlechten Wetters in Amsterdam verschoben. Unseren Anschlussflug nach Berlin werden wir natürlich verpassen und einen Alternativanschluss will man uns von hier aus nicht organisieren. Sollen wir bei Ankunft in Amsterdam klären. Das erweckt ein wenig den Eindruck, als wüsste man noch nicht, ob der neue Schedule wirklich gehalten werden kann.

Wir bleiben gespannt.
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Es bleibt spannend

Beim morgendlichen Blick auf das Handy wurde ich schlagartig munter. Unser Flug von Denpasar nach Jakarta war ersatzlos gestrichen worden.

Zeit, Plan B zu aktivieren.

Wir hatten vorsorglich zu 8 Uhr einen Fahrer engagiert, der uns nach Gilimanuk bringen sollte, zur Fähre nach Java. Auf Java hatten wir einen Alternativflug gebucht, für den Fall, dass Denpasar wegen des Vulkans wieder geschlossen würde. Der war nun offenbar eingetreten.

Wir wurden etwas hektisch. So richtig hatten wir damit nun nicht mehr gerechnet und den Wecker etwas knapp auf 6:30 Uhr gestellt. Wir mussten fertig packen, frühstücken, auschecken und was man morgens halt noch so macht.

Nach der Dusche bat ich die Rezeption, die Airline Hotline für mich anzurufen. Ich wollte fragen, ob wir den gestrichenen Flug nach Blimbingsari umbuchen können (um die Kosten erstattet zu bekommen), das Gepäck durchchecken, etc.

Aber irgendwie kommts ja dann doch immer anders. Zum Glück kam ich bei der Garuda-Hotline schnell durch und mein Gegenüber sprach halbwegs verständliches Englisch, so dass ich alles nur zweimal erfragen musste. Lange Rede kurz... ich konnte uns auf einen früheren Flug ab Denpasar umbuchen. Unser Alternativflug ab Blimbingsari, Java, wurde storniert. Wegen des nun früheren Flugs ab Denpasar blieb es bei 8 Uhr Abfahrt vom Resort.

Fast pünktlich starteten wir kurz nach Acht die Fahrt zum Flughafen und die verlief auch ganz entspannt, bis Jelli sich ohne weitere Ankündigung übergab. Über uns, die Rückbank und den Teppichboden - wieauchimmer er das geschafft hatte. Und somit war meine einzige lange Hose nicht mehr wirklich tragbar. Wie dem auch sei.. Kurz das Auto geputzt, Jelli umgezogen und weiter zum Flughafen.

Am Flughafen gab es ziemlich strenge Zutrittskontrolle. Man wollte unser Ticket sehen, welches wir ja gar nicht hatten, weil telefonisch gebucht. Nach kurzer Diskussion ließ man uns aber durch. Während des Check-in lief die Frau dann plötzlich weg, um was mit einem Kollegen zu klären. Ein Infoblatt lag aus, dass der Flughafen Lombok geschlossen wurde. Sollte uns ja nicht betreffen, aber so richtig glaubten wir noch nicht an unseren Abflug. Aber schließlich konnten wir die Taschen abgeben und hielten frisch gedruckte Boardkarten in der Hand. Auf zum Gate...

So streng der Einlass zum Flughafen war, so lachs war die Handgepäckkontrolle. Zwei Liter Wasser, Cola, Tonic.. kein Problem.

An der Anzeigetafel war unser Flug natürlich, neben den gestrichenen Lombokflügen, der einzige ohne zugewiesenes Gate. Also nutzte ich die Zeit, um mir in einem der Shops eine lange Hose zu kaufen. Der Flughafen ist an sich echt nett gestaltet, die Läden strahlen Gemütlichkeit aus und sind nicht überteuert. Für ca. 40 Euro kaufte ich eine Hose und ein paar T-Shirts.

Dann stand auch das Gate zum Flug an der Tafel. Zusammen mit der Notiz, dass der Flug um eine Stunde verspätet wäre. Nun also 13 Uhr. Mann, mann, mann.. irgendwas ist echt immer. Aber auch egal, weil so unsere 10 Stunden Aufenthalt in Jakarta eben auf "nur" noch 9 verkürzt würden. Wir rätselten schon, was wir mit der vielen Zeit anfangen sollten. Man könnte ja zum Strand fahren. Aber die Lust auf weitere Autofahrten war uns eigentlich vergangen.

Knappe 3 Stunden später sitzen wir jetzt in Jakarta am Flughafen. Hier um die Ecke gibt's einen Vergnügungspark und eine große Shopping Mall. Die 8 Stunden bis zum Boarding bekommen wir schon rum.
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Sonnenuntergang Deluxe

Ein bisschen enttäuscht waren wir ja schon. Das wäre wohl der erste Asientrip ohne spektakulären Sonnenuntergang geworden. Und das auf einer Insel. Wie konnte das denn passieren? Nun, es ist Regenzeit auf Bali und so ist abends meist bewölkt oder es regnet. Zudem waren wir auch nicht so wirklich an der Westküste unterwegs. Aber der letzte Abend sollte uns doch noch überraschen.



Nach diesem traumhaften Sonnenuntergang am Horizont (rechts im Bild übrigens der Südzipfel von Java) hörte das Schauspiel jedoch nicht auf. Die Aschewolke des Mount Agung über uns begann in allen möglichen Orange- und Blautönen zu leuchten. Das haben wir so noch nicht gesehen.