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Perfektionismus

Dem ein oder anderem in meinem Umfeld dürfte in den letzten Jahren aufgefallen sein, dass ich zunehmend provokant Anflüge von "Perfektionismus" kommentiere.

Perfektion ist für mich der Teil einer Arbeit, den nur noch der Machende selbst wertzuschätzen weiß. Der Konsument der Arbeit wäre schon mit deutlich weniger Aufwand genauso zufrieden gewesen. Also wirklich: identisch zufrieden. Die Schwierigkeit besteht natürlich für den Machenden darin, die Grenze zum Perfektionismus rechtzeitig zu erkennen, da sie den Übergang zu Zeitverschwendung darstellt – außer natürlich, es dreht sich um ein Hobby; eine Tätigkeit, die vor allem der Befriedigung des Machenden gilt.

Heute habe ich das Buch "Make Time, how to focus on what matters every day" angefangen. Es stellt auf Seite 4 zwei grundsätzliche Mechanismen vor, welche es zu durchbrechen gilt, wenn man ein selbstbestimmtes Leben haben möchte:
The Busy Bandwagon is our culture of constant busyness – the overflowing inboxes, stuffed calendars, and endless to-do lists. [...] you must fill every minute with productivity.

Infinity Pools are apps and other sources of endless replenishing content. If you can pull to refresh, it's an Ininity Pool. If it streams, it's an Infinity Pool. This always-available, always-new entertainment is your reward for the exhaustion of constant busyness.
Und dazu liefern sie natürlich ein paar Beispiele. Und wenn ich ehrlich reflektiere – ja verdammt: schuldig. Auch wenn ich schon jetzt bewusst versuche Infinity Pools wie Fernsehserien und Facebook zu vermeiden – aber ich ertappe mich manchmal dabei, wie ich Google-News aktualisiere und enttäuscht bin, wenn es nicht neue Headlines hervorbringt.

Perfektion kam erst auf Seite 25 zur Sprache und für mein Empfinden sehr schön auf den Punkt gebracht:
Perfection is a distraction – another shiny object taking your attention away from your real priorities.
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Bicycle Trip England: The End

Wir stehen kurz nach 7 mit dem Wecker auf. 10 Uhr wollen wir los zum Flughafen.

Wir packen die Taschen für den Flug. Kaffee+Müsli zum Frühstück. Chrischi schmiert Brötchen für Mittagessen am Flughafen. Läuft.

Nach dem Essen kommt Steve mit Hund scheinbar zufällig vorbei. Zeltplatzbetreiber. Lässiger Typ. Stört sich überhaupt nicht an unserem Einbruch. Nimmt £12 und erklärt uns eine Abkürzung zum Flughafen über einen Landschaftspark.

10.15 Aufbruch. Die Abkürzung ist wunderbar. Flugzeuge landen quasi über unseren Köpfen.

Einpacken am Flughafen läuft problemlos. Ebenso Self Checkin samt Fahrrädern. Auch später die Security Checks: Total entspannt.

Nach Checkin genießen wir Brötchen und Cider auf Wiese vor Flughafen. Es ist alles so entspannend; ein toller Ausklang unserer Reise.







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Bicycle Trip England: from Devizes to Bristol

Wir sind ganz gemütlich in unsere letzte, die siebte Etappe unserer Tour gestartet: mit einem festlichen Frühstück.

Die anschließende Fahrt entlang des Kanals nach Bath verlief total entspannt. Nicht zuletzt wegen der ruhigen Atmosphäre, die die vielen Hausboote verbreiteten und die Schleusen alle paar hundert Meter, die der ganzen Szenerie eine gewisse Entschleunigung aufzwangen.

Wir erreichten unser Ziel so auch erst gegen 21 Uhr und fanden mal wieder einen verriegelten Platz vor: "Members only". Da uns niemand öffnete und auch nicht zu sehen war, knackte Henry das Zahlenschloss kurzerhand und wir bauten (nach kurzem Zögern) die Zelte auf der großen Wiese auf.

Nudeln mit Tomatensauce und Lachs krönten diesen letzten gemeinsamen Abend der Tour.

























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Cathedral of Salisbury

Die Kathedrale von Salisbury hat uns schwer beeindruckt. Und so ließen wir die Räder bestimmt eine Stunde vor den ehrwürdigen Mauern stehen und bewunderten die alte Architektur, aber auch die ausgestellte Magna Carta, mit der sich einst König John und danach sein Sohn Henry dem Gesetz unterwarfen. Und wir spielten auf einer Simulation der Orgel.. faszinierend umgesetzt.















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Bicycle Trip England: Salisbury bis Devizes

Diese 6. Etappe unserer Radtour war neben wunderschönen Landschaften auch voll gepackt von kulturellen Eindrücken. Die Kathedrale von Salisbury ist wahrhaft beeindruckend und Stonehenge ließen wir bei einem Picknick auf uns wirken. 15 km vor dem Ziel zwang uns dann noch eine Militärübung zu einem kleinen Umweg um ein mit roten Flaggen markiertes Sperrgebiet. Die vielen Stopps forderten ihren Tribut und so kamen wir erst im Dunkeln zu unserer wohlverdienten Grillwurst auf dem Campingplatz am Kanal kurz hinter Devizes.





















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Bicycle Trip England, Seaford bis Isle of Wight

Nach kurzem Bad im und anschließend ausgiebigem Frühstück am Meer bei Seaford, führten uns Etappen drei und vier unserer Tour entlang der Steilküste über das regnerische Brighton nach Chichester, und tags darauf bei knalligem Sonnenschein auf die Isle of Wight.

In Chichester hatten wir nun schon das zweite Mal Pech bei der Zeltplatzsuche und steuerten im ersten Anlauf einen geschlossenen Zeltplatz an. Auch beim zweiten Platz standen wir vor verschlossenem Tor: "members only". Es war bereits 21 Uhr, und so gingen uns so langsam die Optionen aus und während wir noch rätselten, was wir tun sollen, wurden wir doch noch entdeckt und eingelassen. Ausnahmsweise.





























Nach Ankunft in Chichester: Abendessen kochen.









Blick auf Portsmouth von der Fähre zur Isle of Wight.