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JBlog [entries|archive|friends|userinfo]
Jon

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Sonnenuntergang Deluxe [Nov. 30th, 2017|10:03 pm]
Jon
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Ein bisschen enttäuscht waren wir ja schon. Das wäre wohl der erste Asientrip ohne spektakulären Sonnenuntergang geworden. Und das auf einer Insel. Wie konnte das denn passieren? Nun, es ist Regenzeit auf Bali und so ist abends meist bewölkt oder es regnet. Zudem waren wir auch nicht so wirklich an der Westküste unterwegs. Aber der letzte Abend sollte uns doch noch überraschen.



Nach diesem traumhaften Sonnenuntergang am Horizont (rechts im Bild übrigens der Südzipfel von Java) hörte das Schauspiel jedoch nicht auf. Die Aschewolke des Mount Agung über uns begann in allen möglichen Orange- und Blautönen zu leuchten. Das haben wir so noch nicht gesehen.



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Eisvogel [Nov. 30th, 2017|03:55 pm]
Jon
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Am letzten Tag unseres Balitrips erspähte Janine noch diesen wunderbaren Eisvogel, ein Javaliest.



Nach Borneo, Langkawi und Australien werden Eisvogelsichtungen schon fast zur Tradition. Wir sind aber jedes Mal auf's Neue ganz aufgeregt, weil diese Vögel so schön sind. Wird Zeit, dass wir mal einen in Deutschland sehen.
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Bali Eindrücke [Nov. 29th, 2017|11:32 am]
Jon
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Splash [Nov. 29th, 2017|11:00 am]
Jon
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Mopeds [Nov. 28th, 2017|10:27 pm]
Jon
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Aschewölkchen [Nov. 28th, 2017|10:18 pm]
Jon
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Das Wölkchen über dem Mount Agung ist doch recht beeindruckend. Bei unserer heutigen Fahrt an die Südküste Balis konnten wir erstmals das gewaltige Ausmaß erkennen. Vom Vulkan im Nordosten Balis zieht sie sich wie ein dunkles Band direkt über unser jetziges Quartier hinweg bis hinaus aufs Meer.

Der Blick von unserem vorigen Quartier, Ponciana Resort, an der Nordküste:


Blick vom Süden:




Und der Blick nach oben im Amarta Beach Retreat:
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Der Vulkan und wir [Nov. 28th, 2017|10:44 am]
Jon
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Der brodelnde Vulkan auf Bali scheint ein gefundenes Fressen für die Sensationspresse in Deutschland zu sein. Dabei wird leider nicht erwähnt, dass 90 Prozent von Bali davon nicht betroffen sind. Ihr müsst euch also nicht um uns Sorgen.

Wir sind insofern betroffen, als dass wir unsere Reiseroute nun angepasst haben und den Osten Balis, die Region um den Vulkan, meiden. Außerdem ist noch nicht ganz klar, wie wir zurück kommen werden, weil der Flughafen in Denpasar derzeit gesperrt ist. Aber wir haben schon Alternativen ausgeguckt und einen Ersatzflug ab Blimbingsari auf Java nach Jakarta gebucht. Freitag werden wir sehen, welcher Flughafen offen ist.

Jetzt düsen wir von Tejakula nach Süden und können bei der Fahrt über die Berge vielleicht noch einem hübschen Blick auf die Aschewolke erhaschen. :-)

Wir melden uns, wenn es weitere News gibt.
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Gunung Agung [Nov. 26th, 2017|09:45 pm]
Jon
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Hier ist was los.
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Menjangan Island [Nov. 26th, 2017|09:55 am]
Jon
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Wir waren ein wenig vor Menjangan schnorcheln. Das Riff ist wirklich beeindruckend. Es bildet ein Plateau vor der Insel, circa einen Meter unter der Wasseroberfläche und fällt dann abrupt im 90 Grad Winkel als Steilwand bis in unsichtbare Tiefen ab. An der Abfallkante gibt es ein spektakuläres Schauspiel aus Korallen und riesigen bunten Fischschwärmen. Das haben wir so noch nicht erlebt.





















Insel Menjangan ist ein Nationalpark. Dort leben allerlei Tiere, zum Beispiel Hirsche.

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Bali, noch ein paar Bilder [Nov. 23rd, 2017|10:47 pm]
Jon
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Bali, ein paar Bilder [Nov. 23rd, 2017|10:14 pm]
Jon
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Bali [Nov. 23rd, 2017|09:55 pm]
Jon
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Bali ist beeindruckend. Wir reisen nun seit knapp zwei Wochen kreuz und quer über die Insel und sind überwältigt von der hiesigen Kultur, die im Spagat zwischen westlicher moderne und althergebrachte Tradition ihre Vergangenheit nicht verliert und diese dabei vor allem nicht nur als Touristenattraktionen weiterlebt.

Wir haben natürlich auch etwas Glück im Timing. Wegen Regenzeit und Vulkanausbruchswarnung sind vergleichsweise wenig Touristen auf der Insel und wir können Vieles für uns entdecken, ohne uns als Lemminge zu fühlen. Gleichzeitig ist das Finden von freien Unterkünften entspannt, so dass wir Quartiere ohne Vorabbuchung direkt vor Ort inspizieren und aushandeln können.

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Bicycle trip Prague to Bratislava [May. 20th, 2017|03:01 pm]
Jon
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On the road again [May. 12th, 2017|01:11 am]
Jon
Fourteen hours to go and I'll be off on our next bicycle trip, sitting in the train to Prague.

Henry, Chris and I will follow the Greenways route from Prague to Bratislava and hopefully we'll reach our destination by next Saturday, because that's when our bus leaves from Bratislava to bring us back home.

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Mein erster Triathlon [May. 5th, 2017|11:13 pm]
Jon
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Seit Jahren rede ich davon – ich will mal einen Triathlon mitmachen. Bisher war es nur Gerede und kaum jemand glaubte noch daran. Nun habe ich Ernst gemacht. Und ich habe Schmerzen.

Mittwoch vor der Arbeit:
  • 20 km mit dem Rad zur Schwimmhalle in Moabit
  • 1 km geschwommen
  • 2,5 km von der Schwimmhalle zur Arbeit gejoggt.

Zugegeben, das ist noch ausbaufähig – aber hey: ich hab die drei Disziplinen schonmal zusammen! :-)

Jetzt habe ich seit 3 Tagen übelsten Muskelkater in den Waden. Das ist also der Lohn.

Falls die Schmerzen jemals wieder abklingen, ist der Plan, jetzt immer Mittwochs meinen kleinen Triathlon zu laufen. :)
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Zurück in Lombok [Nov. 22nd, 2016|04:08 pm]
Jon
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Der Abschied vom Vyaana fiel uns schwer und gleichzeitig freuten wir uns auf das Lima Satu Resort auf Lombok, in welchem wir die zwei letzten Nächte vor dem Rückflug nach Kuala Lumpur verbringen würden. Eigentlich hatten wir gedacht, bis zum letzten Tag auf den Gilis bleiben zu können, aber die Fähren nach Lombok fuhren erst ab 9 Uhr – zu spät, um unseren Flug um 12:15 Uhr sicher zu erreichen. Also beschlossen wir noch eine Nacht auf Lombok zu verbringen und da eine Nacht immer etwas unentspannt ist, wurden es zwei.

Wieder einmal quälten wir ein Pferd mit uns und unserem Gepäck und warteten dann noch eine Weile in einem Café in der Nähe des Bootsanlegers, bis das Boot die Sollfüllmenge erreichte. Wir hatten beschlossen, das Public Boat zu nehmen, wenn die Wartezeit nicht all zu drastisch ausfallen würde, aber die Wartehalle füllte sich zügig und so saßen wir schon bald im Nicht-Fast-Boat, zusammen mit lauter Einheimischen und ein paar Backpackern aus Kanada.

Die Managerin vom Vyaana hatte uns noch den Tipp gegeben, am Hafen in Lombok bis vor zur Straße zu laufen, da dort normale Taxis fuhren und nicht nur die Abzockerbande, die warumauchimmer mit ihren Wagen am Security Checkpoint vorbei kommen und einen deshalb schon direkt am Hafen mit ihren Mondpreisen belagern. Eigentlich hatten wir ja gar nicht vor, einen Wagen zu nehmen, weil das Hotel wohl direkt um die Ecke vom Hafen wäre – aber das ließen wir uns noch offen. Jedenfalls latschten wir vom Hafen erstmal los, mit den großen Rucksäcken aufm Rücken, drei kleineren Rucksäcken im Buggy und Jelli auf der Schulter. Der Weg zum Security Checkpoint war gar nicht mal so kurz und so hatten wir genug Zeit zu überlegen und beschlossen, ein Taxi zu nehmen, egal wie weit es noch zum Hotel wäre. Google Maps sagte 2 km. Hätte man laufen können – aber musste ja nicht sein.

Etwas irritiert waren wir dann aber schon, als das Taxi an dem Marker im Handy vorbei fuhr und auch keine Anstalten machte, anzuhalten. Bei Nachfrage wirkte der Fahrer aber ziemlich überzeugt, dass das Lima Satu Resort noch vor uns läge und so hielten wir die Füße still. Man hat ja inzwischen so seine Vorurteile... zu Unrecht, zumindest in diesem Fall. Nach circa 5 Kilometern erreichten wir das Resort und waren herzlich froh, nicht gelaufen zu sein. Es war nicht nur weit, die Straße folgte den Hügeln an der Küste auch ordentlich hoch und runter.

Die Begrüßung im Resort war mal wieder herzlich, das Gepäck wurde uns abgenommen, den recht steilen Weg hinauf zum Zimmer durften wir dann aber noch selbst laufen. ;-) Das Resort schmiegt sich mit mehreren Terrassen direkt an einen steilen Hang und so weit wird das überblicken können, gibt es nur 6 Zimmer, jeweils mit eigenem Pool und überragendem Blick auf das Meer. So eine Anlage haben wir bisher noch nicht erlebt. Nackig baden im Hotelpool? Hier kein Problem! :-D

Und da sitzen wir jetzt noch auf der Terasse, inzwischen schon zur zweiten Nacht und finden es immer noch unfassbar toll. Wäre da nicht der kleine Wermutstropfen: die Bar hat quasi keinen Alkohol. Kein Rotwein, kein Rum – nur noch Triple Sec. Ist einfach alle und scheinbar kauft man dann auch nicht nach. Gestern hatten wir noch einen Notcocktail kreiert, quasi „Triple-Sec Sunrise“, aber heute gelang nichtmal das. Als wir 21 Uhr in der Bar anriefen, um noch zwei Cocktails aufs Zimmer zu bestellen, war dort nur noch ein Security Mensch, der meinte, dass das Personal nach Hause gefahren wäre.

Hä?? Da machen die einen auf Luxus und dann ist die Bar geplündert und man bekommt 21 Uhr nicht mal mehr einen Drink? Schon schräg. Dagegen eher abenteuerlich sind die wiederholten Stromausfälle, für die das Resort aber vermutlich weniger etwas kann. Schon bei der Anreise musste man uns erklären, dass der Strom gerade weg wäre aber zum Abend bestimmt wieder kommt (kam er dann auch), aber als heute Abend plötzlich Licht ausging und wir im Stockdusteren standen, war das schon lustig. Zum Glück hatten wir Stirnlampen im Gepäck, die wir im Licht der Handys auch schnell fanden, und 10 Minuten später kam dann auch die Empfangsdame mit Kerzen vorbei.


Blick aus dem Lima Satu Zimmer
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Gili Air Part 2 [Nov. 21st, 2016|04:06 pm]
Jon
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Das Pferd schleppte uns und das Gepäck auf seinem zweirädrigen Karren über und durch den Sandweg, auf dem wir am Vortag noch mit unseren Fahrrädern aufgegeben hatten. Zum Vyaana Resort musste es einmal um die halbe Insel rum vom Oststrand zum ruhigeren Weststrand. Auch hier wurden wir überaus freundlich empfangen, mit Begrüßungstrunk und Wifi-Passwort ausgestattet und schließlich samt Gepäck zum Bungalow gebracht.

Das Vyaana Bungalow, Baujahr 2016, strahlte in aller Frische, hinterließ aber auch von der gesamten Aufmachung einen deutlich schickeren Eindruck als der vorige. Sollte aber auch so sein, schließlich war die Nacht in Vyaana mit 1600000 Rupiah (112 EUR) auch etwa 4-mal so teuer wie im Segar Villages. Ein wenig Luxus wollten wir uns zum Ende der Reise mal wieder gönnen und den spürten wir auch gleich bei der Ankunft. So sollte es sein.

Die nächsten Tage verbrachten wir mehr oder weniger auf dem Resort, von individuellen Ausflügen mit dem Fahrrad abgessehen. Im Bungalowpreis inbegriffen waren nämlich zwei Räder mit gewaltigen Ballonreifen, die sich tatsächlich wunderbar auf den sandigen Wegen fuhren, nur leider keinen Kindersitz boten, weshalb wir keine gemeinsamen Ausflüge unternehmen konnten. So erkundeten Janine und ich die Insel jeder für sich, während immer einer mit Jelli am Strand und Pool zurück blieb. Jelli derweil entwickelte sich zur unzähmbaren Wasserratte und fand schließlich sogar gefallen am Meer, zu dem er bis dahin doch ziemlich respektvoll Abstand gehalten hatte.

Wir hatten zunächst nur zwei Nächte im Vyaana reserviert, beschlossen aber noch eine dranzuhängen, einfach weil es dort so schön entspannt zuging. Frühstück gab es unter Palmen auf dem Strand und Abendessen in einer benachbarten Strandbar. Jelli lief schon nach zwei Tagen mit einem Selbstverständnis dort rum, als wäre er schon ewig dort zuhause und wir genossen die Zeit in vollen Zügen. Janine unter anderem im vorzüglichen „Slow Spa“ unweit des Vyaana und ich bei einer geführten Schnorcheltour entlang von Gili Air aber auch mit Abstecher nach Gili Meno.

Nichts ist perfekt natürlich – wäre ja auch langweilig. Auf der Vyaana Buchungswebseite hieß es, es gäbe einen „Playground“, davon war aber weit und breit keine Spur. Auf Nachfrage drückte man uns einen Plastikeimer mit Schaufel und ein paar Förmchen in die Hand. Das wäre der Playground. Ja – super.

Als wir zur Abreise nochmal hinter die schweren Vorhänge schauten, ob sich da noch irgend welches Spielzeug von Jelli versteckte, staunten wir nicht schlecht über den riesigen Gecko hinter dem rechten Vorhang und die ebenfalls nicht ganz kleine haarige Spinne hinter dem linken. Ist doch interessant, wer uns die letzten 3 Nächte Gesellschaft geleistet hatte.


Blick vom Vyaana Frühstückstisch, im Hintergrund Gili Meno und Bali


Strandbar nebenan


Taxistand am Bootsanleger



Gili Meno „Playground“


Bootswerft




Gili Meno und Bali im Sonnenuntergang


Etliche Seeigel zeigen sich im seichten Ebbewasser
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Gili Air Part 1 [Nov. 21st, 2016|02:26 pm]
Jon
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Drei Tage und vier Nächte in Kuta vergingen ratzfatz und wir hätten da wohl noch ewig entspannen können, aber wir wollten ja auch noch auf die Gilis. Die Gilis sind eine kleine Inselgruppe im Nordwesten Lomboks und je nachdem, für welche Insel man sich entscheidet, hat man mehr Party oder mehr Ruhe. In jedem Fall gibt es viel Strand, Sonne, türkisblaues Meer, bunte Fische, Korallen und die ein oder andere Schildkröte.

Nach der Odyssee vom Vortag wagten wir also erneut eine Autofahrt; diesmal zum Hafen Bangsal – etwa eine Stunde von Kuta. „Indarauto“ rief Jelli ganz fröhlich, als er den Wagen in der Auffahrt des Resorts entdeckte. Die Fahrt verlief ganz gut, und mit Zwischenstopp in Senggigi, einem etwas älteren Ferienort Lomboks mit wunderschönem Strand, erreichten wir Bangsal fast ohne Kotzerei. ;-) Fast hätten wir aber auch das letzte Stück zum Hafen laufen dürfen...


Blick über Senggigi mit Gili Islands im Hintergrund

Der Hafen liegt in einem Areal, welches man scheinbar nur mit spezieller Erlaubnis motorisiert befahren darf. Wir wurden jedenfalls von einer bedrohlich wirkenden Security angehalten, mit der Indar ganz aufgeregt sprach, mit Scheinchen wedelte und letztlich trotzdem umdrehen durfte, mit Verweis auf einen Parkplatz. Auf dem Parkplatz sprach Indar mit einem weiteren Wächter, fuhr dann herum und wieder runter und erneut zum Security-Checkpoint. Diesmal standen wir hinter einem anderen Auto, das durchgewunken wurde und als sich der Security-Mensch uns wieder in den Weg stellen wollte, rollte Indar laut zeternd an ihm vorbei. Die Security zeterte zurück, dabei blieb es dann aber auch. Indar erzählte uns danach, er hätte einen Freund auf dem Hafengelände und als Besucher des Freundes dürfte er sonst eigentlich durch.

Am Hafen mussten wir uns entscheiden: Public Boat oder Fast Boat. 12000 vs. 70000 Indonesische Rupiah (1 vs. 5 EUR) pro Person. Das Public Boat liegt so lange im Hafen, bis 40 Mitfahrer erreicht sind, das Fast Boat fährt zu festen Zeiten und ist – wie der Name schon andeutet – etwas schneller. Wobei man nach Gili Air fast schwimmen könnte, die Fahrtzeit spielt also nicht wirklich eine Rolle. Wir fragten, auf wieviele Leute für das Public Boat noch zu warten sei und entschieden uns letztlich auf Grund der besseren Planbarkeit für das Fast Boat.

Nach etwa 3 Minuten Fahrt erreichten wir Gili Air, die kleinste und ruhigste Insel der Gilis. Der Inselrundweg parallel zum Strand ist etwa 5 Kilometer lang und unser Bungalow im Segar Villages Resort lag etwa 1-2 Kilometer vom Bootsanleger – zu weit bei Mittagshitze mit viel Gepäck. Also nahmen wir eines der Inseltaxis, einen Pferdekarren. Autos gibt es auf Gili Air nicht. Wir versuchten noch zu feilschen, aber die Preise auf Gili Air stehen fest. 100000 IDR, egal wohin. Dass wir dann doch einen Karren für 80000 bekamen war wohl tatsächlich Glück.

Der Karren ächzte ganz schön als wir ihn erst mit unseren Taschen und dann uns beluden und das arme Pferdchen hatte ganz schön zu schnaufen, ertrug sein Los aber mit stoischer Tapferkeit. Der Weg war gesäumt mit kleinen Geschäften, Bars und verschiedensten kleinen Bungalowanlagen – nur wenige Grundstücke waren unbebaut. Dort standen Palmen, grasten Kühe oder lagerte Baumaterial für die nächsten Bungalows. Schön aber war, dass der gesamte Strand um die Insel öffentlich und somit für jedermann zugänglich war. Zwischen Strand und Rundweg gab es nur ein paar Bars, während die Bungalows auf der anderen Seite des Wegs blieben. Es gab also nicht die von anderen Gegenden bekannte Vereinnahmung und Privatisierung der Küste durch die Resorts. Hoffentlich bleibt das so!

In Segar Villages wurden wir mit viel Freundlichkeit und einem Begrüßungstrunk empfangen. Wir hatten gleich einen der vorderen Bungalows mit Blick aufs Meer und zu unserem Erstaunen sogar einer kleinen Dachterasse mit Sesseln und Hängematte. Nur Barfuß lief man Gefahr, sich auf den dunklen Stufen die Füße zu verbrennen. Das Innere des Bungalows wirkte auf den ersten Blick wunderschön, auf den zweiten Blick roch es etwas modrig und an den Wänden sah man, dass die Feuchtigkeit den Wänden schon etwas zugesetzt hatte. Dafür schien die Klimaanlage nicht oder kaum zu funktionieren; vielleicht gab es da ja auch einen Zusammenhang. Naja.. wir wollten ja nur eine Nacht bleiben.

Wir hatten das Resort vor allem gewählt, weil es an der Ostküste der Insel lag, welche von einem Korallenriff quasi umarmt wurde. So konnten wir gleich vom Strand aus ein wenig schnorcheln gehen und die bunten Korallen und Fische der Gilis bestaunen, bevor wir uns für zwei weitere Nächte an den ruhigeren Weststrand zurückzogen. Etwa 50 Meter von unserem Bungalow entfernt gab es einen Verleih für Schnorchelutensilien – perfekt. Und so schnorchelten wir abwechselnd, während der jeweils andere bei Jelli blieb.

Janine übernahm die erste Schnorchelschicht und kam nach einer halben Stunde ganz aufgeregt aus dem Wasser und erzählte von einer Schildkröte, die da am Meeresgrund relaxte. Ich also hinterher! Und tatsächlich, nach vielen hundert Fischen und Korallen fand ich auch die Schildkröte und eine andere Schnorchlerin, die mich bat, mit ihrer Kamera ein Foto mit ihr und Schildkröte zu machen wenn Letztere zum Luftholen auftauchte. Gesagt getan, Foto im Kasten, merkten wir, dass die Schildkröte uns doch ziemlich weit rausgelockt hatte und die recht starke Strömung ihr Übriges tat, uns hinaus zu ziehen. Wenn man dann beim Schwimmen merkt, dass es kaum vorwärts geht, wird’s einem doch ganz schön mulmig. Aber wir schafften es sicher wieder ans Ufer.

Unweit des Resorts war ein Fahrradverleih und es gab tatsächlich Räder mit Kindersitz und so setzten wir zu einer kurzen Inselerkundung an. Wir mussten aber relativ schnell einsehen, dass man auf dem Sandweg mit Fahrrädern nicht weit kommt, ausgenommen man hat eines dieser Räder mit Ballonreifen, die uns vereinzelt entgegenkamen. Hatten wir aber nicht. So ergaben wir uns in unser Schicksal und blieben nach etwas Schieben an einer Strandbar hängen, während Jelli, der schon im Fahrradsitz eingenickt war, seinen etwas verspäteten Mittagsschlaf in einer Hängematte in der Bar fortsetzte. Das war echt süß, wie er da lag! Und wir freuten uns über ein ruhiges Stündchen mit Cocktails am Strand. Besser hätte uns Gili Air kaum begrüßen können.


Sonnenuntergangsstimmung vor der Cocktailbar

Jelli hatte nach zwei Nächten in Kuta seinen Jetlag übrigens überwunden, sich derweil aber ein etwas zweifelhaftes Einschlafritual angewöhnt. Er bestand jetzt darauf, dass man ihm zum Einschlafen das Tablet mit Sandmännchenvideos mit ins Bett legte, die er dann schaute, bis die Augen zuklappten. Daran führte auch fortan kein Weg mehr vorbei. Mal gucken, was das wird, wenn wir wieder zuhause sind. Da wird er sich eine derartige Sandmann-Session abschminken können. Jetzt im Urlaub ließen wir ihn aber gewähren, einfach auch um uns und den anderen Resort-Gästen nicht zuviel Stress zuzumuten. Erst kürzlich hatten wir dieses Wort in der Kita gelernt, das wir nun zuzuordnen wussten: Die Trotzphase hatte uns ereilt.

Nachdem Jelli also schlief, genossen wir noch den Blick von unserer Terrasse. Von der Strandbar schallte etwas Musik herüber und ich schrieb ein wenig in mein Journal. Es war wirklich traumhaft – bis ich dann zum Schlafen ins Bungalow ging. Dort lärmten Klimaanlage und Kühlschrank im Duett und die ganze Hütte schien unter dem Gedröhne zu beben und zu klappern. Es war unglaublich. Wie konnte eine so laute Klimaanlage so wenig Wirkung zeigen? Und wie konnte ein Resort sich so seine eigentlich sehr schöne Anlage ruinieren? Nacheinander schaltete ich die Lärmquellen ab, da dröhnte es aus dem Nachbarraum rüber, der von anderen Gästen bewohnt wurde. Irgendwie schlief ich dann aber doch noch ein.

Das Frühstück wurde am nächsten Morgen in der Strandbar serviert und so konnten wir staunend beobachten, wie die Ebbe das Wasser weggezogen und die Korallen freigelegt hatte. An Schnorcheln war unter diesen Umständen natürlich nicht mehr zu denken und so brachte ich die Flossen und Brillen zurück und wir packten unseren Kram für den Umzug an die Westküste ins Vyaana Resort.
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Lombok Day Tour [Nov. 18th, 2016|07:32 am]
Jon
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Für den 16. November hatten wir uns mit Indar zu einer Tagestour zum Mount Rinjani verabredet und so wartete er pünktlich um 6 Uhr morgen in der Einfahrt des Resorts mit strahlendem Lächeln vor seinem 24 Jahre alten Toyota Kijang, dem man sein Alter wahrlich kaum anmerkte. Die Fahrt sollte etwa 3 Stunden dauern, was uns zunächst überrascht hatte, da die Insel doch kaum größer als Rügen zu sein schien. Bei unserer Fahrt zum Tanjung Aan Beach gewannen wir jedoch schon ein gewisses Gefühl für die Beschaffenheit der hiesigen Straßen und dabei hatten wir noch nicht den Berufsverkehr berücksichtigt, in den wir schließlich um Praya herum hineingerieten. Ein Gewusel sondergleichen.

Blöderweise schien die schaukelige Fahrt unserem Jelli nicht so sehr zuzusagen, so dass er nach etwa einer Stunde seine längst vergessene Frühstücksbanane auf die Rückbank des ehrwürdigen Toyotas beförderte. Er war danach zwar wieder blendend drauf, aber nur, bis wir wieder zur Fahrt ansetzten. Wir beschlossen, die Tour abzubrechen. Wir hatten gerade einmal ein Drittel der Strecke geschafft und wir mussten den ganzen Weg ja letztlich auch wieder zurück, in Summe lagen also noch etwa fünf Stunden Fahrt vor uns. Das konnten wir dem Kleinen kaum zumuten, der ja schon nach einer Stunde kaum noch klar kam.

Indar schlug vor, zu einem schönen Strand unweit von Kuta zu fahren, wo wir noch etwas entspannen könnten und so kam es dann auch. Auf dem Weg dahin konnten wir das einheimische Leben in den Dörfern beobachten, Indar über die Gepflogenheiten ausquetschen und machten Halt in einer traditionellen Weberei, wo noch per Hand mit nur wenigen Hilfsutensilien Stoffe mit vielfältigen Mustern und Farben gewebt wurden. Bis auf Gold- und Silberfäden waren wohl alle Zutaten aus lokaler Herstellung. Dieses alte Handwerk war schon ziemlich beeindruckend.



Schließlich erreichten wir den Pantai Selong Belanak, einen ruhigen und gepflegten Strand etwa 14 Kilometer westlich von Kuta mit einem ansprechenden Restaurant + Bar, in dem wir uns direkt ein paar Cocktails und später etwas zu Essen bestellten.



Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Umweg zum Symbiosis Surf Camp, welches von unserem Freund Daniel jahrelang mit aufgebaut wurde und von seinem Freund Rasi auf Lombok betrieben wird, den wir so endlich mal kennengelernt haben. Interessanterweise stand das Haus des Surf Camps mal direkt am Strand von Gerupuk– inzwischen ist es in der dritten Reihe und von Strand keine Spur mehr. Der Strand wurde nach und nach bebaut und mittels Mauern dem Meer immer noch etwas mehr Land abgezwackt, so dass die vorderste Küstenlinie inzwischen zwei Häuserreihen vor der Surfstation liegt – von Strand keine Spur mehr. Ist schon verrückt, irgendwie. Man stelle sich vor, man baut ein Business direkt am Strand und 10 Jahre später,... alles anders.

Tja.. ist schon schade, dass wir in diesem Urlaub wohl nicht zum Mount Rinjani kommen werden. Da hätte es doch nochmal eine ganz andere Landschaft als an der Küste zu sehen gegeben. Andererseits gehört das eben auch zu den Einschränkungen zum Reisen mit kleinem Kind. Lieber so als gar nicht. Wir haben ja stattdessen andere Dinge gesehen und erlebt und hatten einen schönen Tag zusammen. Müssen wir für Mount Rinjani dann wohl später nochmal herkommen. :-)
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Kuta Neighborhood, Teil 2 [Nov. 17th, 2016|04:31 pm]
Jon
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Nachdem unser kleiner Motorradtrip zum Seger Beach Dank des Fußwegs über die Klapperbrücke und der schönen Stimmung am Strand doch länger gedauert hatte als ursprünglich gedacht, sind wir im Anschluss nicht noch weiter zum Tanjung Aan Beach gefahren, sondern erstmal zurück zum Bungalow, um Jelli seinen wohlverdienten Mittagsschlaf zukommen zu lassen. Erst relativ spät am Nachmittag machten wir uns nochmal auf den Weg zum Tanjung Aan Beach, welcher bei Ebbe aber irgendwie enttäuschend daher kam. Da hatten die regelrecht schwärmenden Schilderungen im Lonely Planet die Erwartungen doch etwas zu sehr geschürt. Auch war der Weg zum Tanjung Aan ziemlich anstrengend zu fahren, da die anfangs noch relativ ordentliche Asphaltstraße mit der Zeit zur reinen Schlaglochpiste mutierte.

Auf dem Rückweg beschlossen wir, nochmal die zuvor verfehlte Straße zum Seger Beach zu suchen und wurden auch fündig, erreichten aber wieder nicht den Strand. Diesmal, weil wir noch einen Zwischenstopp in der Bucht davor machten, wo sich bei Ebbe ein fantastischer Blick bot. Die Stimmung war nahezu magisch. Und während wir dort standen und den Blick in die Ferne schweifen ließen, verlor sich die Lust, noch weiter zum Seger Beach zu fahren. Wir beobachteten zwei einzelne Gestalten, die durch das Watt liefen und Muscheln oder Krebse sammelten und verließen den traumhaften Ort erst, als sich der Sonnenuntergang andeutete.

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Lombok Impressions [Nov. 16th, 2016|04:28 pm]
Jon
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Pantai Selong Belanak

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Kuta Neighborhood [Nov. 16th, 2016|04:01 pm]
Jon
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Unsere erste Nacht in Kuta war... nicht so prall. Jetlag-Jelli macht wieder bis nach zwei die Augen nicht zu, als seine Eltern schon halb komatös neben ihm liegend mehr oder weniger beruhigende Sprüche herübernuschelten. Der letzte Spruch kam aber wohl vom Sandmann – oder war's Pittiplatsch? Oder die Ente? *nak, nak*

Leicht unausgeruht starteten wir also in den nächsten Tag, ließen uns davon aber nicht die Laune vermiesen. Das Frühstück im Restaurant war lecker und wir überlegten, wie wir den Tag wohl ohne große Anstrengung rumbringen würden. Wir sind ja schon eher spontan im Urlaub, aber am ersten Tag einfach relaxen war schon von langer Hand geplant. Den kurzen Kilometer vom Resort ins Dorf latschen wäre gerade noch drin gewesen, aber das verwarfen wir wegen der aufkommenden Mittagshitze nach wenigen Metern doch gleich wieder und verlegten den Spaziergang auf den Nachmittag.

Der sehr entspannte erste Tag half uns auch dabei, Jellis Tagesrhythmus gen Ortszeit zu verschieben und so verlief die nächste Nacht schon deutlich routinierter. Einem Gedanken folgend, den wir zwei Tage lang noch wegen offensichtlicher Sicherheitsbedenken gnadenlos verdrängt hatten, beschlossen wir am nächsten Morgen, einen kleinen Scooter zu mieten, das Fortbewegungsmittel Nummer 1 auf Lombok. Schade nur, dass wir beim Frühstück einer anderen Gruppe zuschauen mussten, wie sie sich die letzten Zweiräder des Resorts liehen. Hier kam uns der persönliche Draht zu Budi zupass, welcher uns kurzerhand noch einen Roller von seinem Hof hervorkramte. Wir sollten nur aufpassen, dass er uns nicht geklaut wird, weil er nicht versichert sei.

So fuhren wir also los, die Technik hatten wir uns bei den Einheimischen abgeschaut. Papa vorn, Mama hinten, Kind in der Mitte festgeklemmt. Zu unserer Verteidigung: wir wollten wirklich nur zwei Kilometer weiter zum nächsten Strand. Evt. dann auch noch einen weiter. Keine große Tour jedenfalls und mit viel Verkehr war auf der buckeligen Küstenstraße auch nicht zu rechnen.

Stopp #1: Seger Beach. Ein wahres Surferparadies. Da wir einen Abzweig zu früh genommen hatten, erreichten wir es aber nur über den Umweg über eine kleine Fußgängerbrücke, vor der wir den Roller gegen eine kleine Parkgebühr stehen ließen – ja, man staunt nicht schlecht, wenn man mitten im Nirgendwo auf einmal ein Parkticket bezahlen soll. Die umgerechnet 60 Cent brachten wir aber wohlwollend auf. Die Fußgängerbrücke weckte bei Janine Indiana-Jones-Assoziationen. Ziemlich spröde wirkende Bambusrohre lagen quer über dickeren Trägern, welche den Pfad über einen etwa 20-30 Meter breiten Meereszufluss führten. Kurz vor Ende der Überführung fehlten etliche der sonst schon verdächtig knarzenden Querlatten komplett und wenig später waren sogar die Träger weggebrochen, so dass die abschließende Treppe von der Gangway aus nicht mehr erreichbar war und man anderweitig hinabklettern musste. Alles in allem sehr spannend. Zum Glück gaukelte kein Geländer falsche Sicherheit vor.



Seger Beach war dann aber wirklich die Mühe wert. Man wäre offenbar auch motorisiert, ohne Fußgängerbrücke hingekommen. Da standen nämlich etliche Roller direkt am Strand. Vor dem breiten Sandstrand gab es Bambus-gedeckten Sonnenschutz und hinter dem Strand eine sensationelle Brandung, die von etlichen Wellenreitern aufgesucht wurde. Ziemlich konzentriert sahen wir dort auch die seitlich an den Motorrädern sitzenden Surfbretthalter, welche uns in Kuta zuvor schon vereinzelt aufgefallen waren. Auf der vom Wasser abgewandten Seite graste eine Herde Wasserbüffel. Wir sogen die faszinierende in ganzen Zügen Stimmung auf, sprangen kurz ins Wasser und wehrten ein paar Schmuckhändler ab (die hiesige Bastelschmuckmafia ist wohl noch eine Story für sich wert).

Ein paar Eindrücke vom Seger Beach fanden sich bereits im vorigen Eintrag.
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Kuta Neighborhood [Nov. 15th, 2016|03:39 pm]
Jon
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Lombok 2016 – Anreise [Nov. 14th, 2016|10:37 am]
Jon
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Air Asia

Endlich sind wir da. Nach quasi zwei Tagen aufregender Anreise haben wir es tatsächlich geschafft, wir sind auf Lombok. Damit sind wir schonmal einen Schritt weiter als letztes Jahr, wo uns Mount Rinjani mit einem Aschewölkchen auf Abstand hielt. Dafür – wir hatten es schon fast verdrängt – holte uns das Thema Jetlag wieder ein. Jelli hält unbeirrt an seinem hart erarbeiteten Rhythmus fest und schließt erst 2 Uhr morgens die Augen, also 20 Uhr MEZ. Aber da müssen wir wohl durch, mal schauen, wie lange es diesmal anhält.

Die Anreise über Istanbul und Kuala Lumpur verlief problemlos, außer... das Reisen mit einem kleinen Kind ist ja grundsätzlich etwas strapaziöser als ohne, weil man das Kind ja nicht unbedingt von der Sinnhaftigkeit des langen und möglichst ruhigen Sitzens überzeugen kann. Also zumindest ist das bei Jelli so. Der Drang zur Bewegung und Lärmerei lässt sich auch kaum abstellen, höchstens durch geeignete Ablenkung. Aber ein bisschen Raum sollte schon sein. Wohlwissend haben wir uns also schon vor Flugbuchung telefonisch bei Turkish Airlines erkundigt, dass noch Platz in der vorderen Sitzreihe ist, welche etwas mehr Platz bietet und in der Regel für Familien mit kleinen Kindern frei gehalten wird, und reservierten auch gleich 3 Plätze. Das ging dieses Mal sogar umsonst, bei unserer letzten Reise mit Lufthansa kostete das gleich mal 50 EUR pro Person und Flug extra. Super Service von Turkish Airlines!

Als wir dann vorgestern, also etwa 2 Monate später den Flieger für den Langstreckenflug in Istanbul bestiegen, überraschte es dann doch ein wenig, dass die reservierten Plätze in Reihe 2 der Economy Class lagen. Das ergab irgendwie überhaupt keinen Sinn. Vor uns, in der begehrten vorderen Reihe, machten sich aber auch gleich ein paar langbeinige Herrschaften breit, von denen kaum zu erwarten war, dass sie mit uns tauschen würden. Janine nahm es nicht ganz so locker wie ich und sprach nach einigem Zaudern eine Flugbegleiterin an. Was sollte die schon ausrichten, dachte ich. Sie versprach einsilbig, sich darum zu kümmern und verschwand in den Tiefen der Sitzreihen. Wir hatten die Hoffnung, sie wiederzusehen, gerade aufgegeben, wurden wir von einem ihrer Kollegen auf das Problem angesprochen, und erklärten die Situation erneut. Und er klärte sie, zu meiner Überraschung, doch sehr pragmatisch. Abgesehen von den Herren vor uns, saßen auf einer zweier Bank am Fenster noch zwei Damen, die etwas schüchtern wirkend ohne Widerspruch ihre Plätze räumten. Und so zogen Janine und Jelli in die vordere Reihe um und ich konnte zwischen den beiden in Reihe zwei bleiben. Links von mir ein malaysisches Kopftuch und rechts eine tätowierte Türkin mit Piercing auf'm Kinn. Viele Worte wechselten wir nicht.

Damit hatte ich für den Rest des Fluges also Ruhe. Janine hatte die Beinfreiheit. Und Jelle.

So kamen wir also unterschiedlich ausgeruht in Kuala Lumpur an und stellten uns erst bei der Einreisebehörde, dann am Gepäckband und schließlich am Airport Taxi Schalter an – mit zunehmender Ungeduld bei dem Minderjährigen und der Unausgeschlafenen. Wir hatten noch grob vom letzten Jahr in Erinnerung, dass wir hier ein Ticket holen mussten, um dann am Taxistand zu einem fahrbaren Untersatz zu kommen, staunten aber doch ziemlich über den Family-Preis von 99 MYR, also etwa 25 EUR. Dafür durften wir uns auch aussuchen, ob PKW oder Van. Mangels nicht einsehbarer Tarifgestaltung blieb uns aber nicht viel anderes übrig als zu zahlen, dachten wir. Später sahen wir den Stand mit Meter-Taxis und noch viel später erfuhren wir, dass Uber wohl die beste Möglichkeit ist, günstigen Transport zu bekommen und dass ein Taxi nicht mehr als 30 MYR hätte kosten dürfen. Mit Uber hätten wir nur 13 MYR bezahlt. Oh well... lesson learned.

Das Taxi brachte uns aber problemlos zu dem Bed & Breakfast, welches wir extra in Flughafennähe gebucht hatten und wo uns ein bärtiger, freundlicher Engländer begrüßte, der sich hier offenbar mit seiner malaysischen Frau niedergelassen hatte.

Randnotiz: Während ich diese Zeilen auf der (zum Glück überdachten) Terasse unseres Bungalows in Kuta schreibe, geht ein herrlicher rauschender tropischer Regenguss mit Blitz und Donner herunter, der die palmengesäumte Pool-Landschaft mit einem grauen Schleier versieht, als würde man durch einen Wasserfall blicken.

Aber kurz noch zurück nach Kuala Lumpur bzw. den Vorort, in dem wir untergekommen waren,... Jelli verfiel schon im Taxi in den unschuldigen Tiefschlaf, dessen wohl nur Kinder fähig sind, und ließ sich beim Bed & Breakfast auch protestlos in den Buggy umbuchsieren, wo er denn auch weiterschlief, während wir uns im Zimmer kurz frisch machten, bevor wir zu einem kurzen Spaziergang ins Dorf aufmachten. Einmal um die Mauer des B&B herum und dann dem Weg zum Dorf folgen sollten wir und fanden uns etwas zögernd auf einem wenig offiziell anmutenden Trampelpfad wieder, welcher hinter der Mauer eine Böschung hinab zu einer fußweglosen aber auch wenig befahrenen vierspurigen Straße führte. Eine Siedlung mit Geschäften und Nachtmarkt war im Dunkeln hinter einer Kreuzung erkennbar und so wagten wir den Abstieg mit dem noch immer schlafenden Jelli im Buggy.

Wir aßen, unspektakulär aber lecker, in einem typisch asiatischen Straßencafé mit Plastikstühlen und -tischen und schlürften unseren ersten frisch gepressten Wassermelonensaft. Jelli schlief weiter, auch während wir ihn wieder den holprigen Weg den Hügel zum B&B hochzerrten und wachte erst auf, als wir so gegen 23 Uhr endlich selbst eingeschlafen waren. Damit war die Nacht vorerst wieder vorbei und wir mussten uns wirklich zusammenreißen, nicht Jelli die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben. Wir bemühten uns also um elterliches Verständnis für seine Verständnislosigkeit. Wie erklärt man einem Zweieinhalbjährigen auch Jetlag? Praktisch war ja, dass im Fernseher ein USB-Stick mit diversen Filmen steckte und so hofften wir, mit »Finding Nemo« etwas gefunden zu haben, was nicht nur Jelli unterhalten könnte – umsonst gehofft. Schließlich schlief Jelli nach der gefühlt hundertsten Sanndmannfolge vom Tablet gegen 2:30 Uhr ein,... und gegen 8 Uhr weckte uns der Wecker.

So schafften wir es noch zum Frühstück, wo wir ein älteres deutsches Ehepaar trafen, die uns ihr Leid klagten, weil es auf Bali nicht mehr so schön wäre wie vor 7 Jahren und sie kaum noch Urlaubsziele auf ihrer Wunschliste hätten, die sie noch nicht bereist hatten. Und als ich nach dem Frühstück noch mit Jelli kurz im Pool planschte, begegneten wir den vom Vortag noch als freundlich in Erinnerung anhaftenden Gastwirt wieder, welcher uns eher unwirsch, um nicht zu sagen unfreundlich, darauf aufmerksam machte, dass 11 Uhr Checkout wäre. Janine kam auch kurz darauf zu uns und erzählte, dass er nun ein Taxi für uns rufen würde – am Vorabend hatte er noch angeboten, uns zum Bahnhof gefahren. Aber im Urlaub lassen wir uns von schlecht gelaunten, fremdländischen Morgenmuffeln nur selten beeindrucken und so saßen wir guter Dinge kurz darauf – Punkt 11 – im Taxi, welches tatsächlich ein Uber war. Unser erstes Uber, sozusagen.

Die Frühe Abreise vom B&B brachte mit sich, dass wir noch etwa 4 Stunden auf dem Flughafen ausharren mussten, bis wir unsere Air-Asia-Maschine nach Lombok betreten durften. Mit Jellis jüngst anerzogener Begeisterung für Flugzeuge stellte das aber kein Problem dar und eh wir's uns versahen, standen wir im Nebel der Klimaanlage des kleinen Fliegers – zugegeben, ein auch für uns alte Flughasen etwas ungewohntes Bild (siehe oben). Jelli verschlief den Start samt angehängtem Flug und wachte erst kurz vor der Landung wieder auf. Sehr angenehm.

Das Gepäck rollte vom Band, die extra Zollkontrolle hielt uns kaum auf – sollte mal wirklich alles ohne Probleme verlaufen? In der erstaunlich leeren Empfangshalle des Flughafens auf Lombok begrüßten uns als erstes die örtlichen Vertreter des Transportgewerbes, welche wir siegessicher links liegen ließen. Schon aus Deutschland hatten wir per SMS einen Fahrer organisiert, welcher uns von unserem Freund Daniel vermittelt wurde, der vor einigen Jahren längere Zeit auf Lombok verbracht und dort eine Surf-Schule aufgebaut hatte. Schon letztes Jahr hatten wir – letztlich umsonst – Daniels Kontakte bemüht und dieses Jahr war es uns erneut gelungen Fahrer und Quartier für die ersten Nächte per SMS von zuhause zu buchen. Dafür, dass wir abgeholt werden sollten, war der Empfangsbereich aber erstaunlich leer und so sorgten wir uns doch ein wenig, dass wir den Fahrer Indar verpasst hätten. Dank Flugverspätung, Gepäckwarterei und extra Zollprozedur waren wir doch etwas später draußen als angekündigt. Janine formulierte schon eine SMS an Indar, als ich Entwarnung geben konnte.

Außerhalb eines abgesperrten Bereichs vor dem Flughafen wartete eine bunte, aufgeregte Schar auf die Ankömmlinge und über ihren Köpfen stach ein Schild mit Aufschrift »JANINE« hervor. Wir wurden nicht vergessen. Indar begrüßte uns herzlich wie alte Freunde und als wir zu seinem Wagen liefen, grüßten uns vom Wegesrand überschwänglich Einheimische. Die Menschen auf Lombok sind sehr freundlich, meinte Indar. Ein wirklich toller Einstieg, fanden wir.

Auf der etwa halbstündigen Fahrt nach Kuta lernten wir unseren Fahrer besser kennen, der sich auch mit relativ geringen Englischkenntnissen gut verständlich zu machen wusste. Indar lebt in einem kleinen Dorf vor Kuta, wo wir bei einem Supermarktstop schon seine halbe Familie kennenlernten, und hatte auch einen Enkel in Jellis Alter, was ihm wohl auch die Natürlichkeit bescherte, mit der er Jelli begegnete. Jelli war begeistert, ließ sich wie selbstverständlich von ihm auf den Arm nehmen und drückte ihm sogar sein Spielzeugauto in die Hand, was er selbst seinem besten Kumpel Mika nicht anvertraut. Wir beschlossen schon insgeheim, Indar wieder zu bemühen, sollten wir nochmal eine Mitfahrgelegenheit benötigen.

Schließlich erreichten wir das Puri Rinjani Bungalow Resort, wo uns Budi überschwänglich begrüßte – ein weiterer Freund Daniels und SMS-Kontakt von uns. Die Anlage war traumhaft. Kleine Bungalows säumten eine von tropischen Pflanzen bewachsene Grünanlage mit gewundenem Pool und gegenüber der kleinen Straße vor der Rezeption rauschte das Meer, dessen Strand nur von ein paar Palmen bevölkert schien. Und all das wurde noch von Budi überstrahlt, der uns mit strahlendem Lachen begrüßte und willkommen hieß. So möchte man ankommen.


Kuta – Strand vor dem Puri Rinjani Resort
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Kuala Lumpur International Airport [Nov. 14th, 2016|08:33 am]
Jon
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Fragt ihr euch auch manchmal, welche Vorfälle zum Aufhängen eines Schildes führten? Das Kopfkino spielt Filme über Vandalismus und Schwerverletzte.
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