November 29th, 2019

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Pulau Ujung Batu – eine nette Überraschung

Nachdem wir das Kimo-Resort die letzten zwei Tage noch ein wenig bei Strand-Reinigung, WLAN-Inbetriebnahme und Korallenriffbepflanzung unterstützt hatten, hat uns der Resort-Besitzer Willi am Nachmittag noch mit einem Bootsausflug zur Insel Ujung Batu überrascht. Diese war – im Gegensatz zu den sonst eher klassischen Palmen-Strand-Paradiesinseln – mit dichtem Dschungel überzogen. Kantige Felsen bilden die Abgrenzung zum vorgelagerten kristallklaren, türkisfarbenen Wasser von wo aus wir fasziniert in den Dschungel starrten und nach bunten Vögeln Ausschau hielten, die dort immer wieder von einem Baum zum nächsten huschten.





Und wieder zurück.. Pulau Panjang kurz vor dem Kimo-Resort.

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Abschied vom Paradies.. auf nach Medan

Der Abschied von Pulau Panjang war emotional. In nur sieben Tagen war uns die Insel und das Team des Kimo-Resorts unheimlich ans Herz gewachsen. Die Zeit war erholsam und auf ihre Art dennoch intensiv an Eindrücken. Und leider auch schnell wieder vorbei.

Zum Abschied kamen alle zum Boot, sogar der alte Gärtner, der sich sonst eher unauffällig im Hintergrund hielt, lungerte an der Bar herum und freute sich, als ich mich nochmals für seine Vogelhinweise bedankte.



Und ruckzuck waren wir wieder in der Realität.





So sieht übrigens ein typisches indonesisches Klo aus.. nicht nur beim Imbiss am Straßenrand – auch in den Wohnhäusern. Oder im Bidadari, dem ersten Hotel, in welchem wir in Singkil eincheckten und von wo wir gleich wieder flüchteten, nachdem wir das Alviya Hotel entdeckt hatten ...



.. und ja: die Schöpfkelle ist die Klospülung. Ihr fragt euch bestimmt, wie man sich den Po sauber macht? Haben wir uns auch gefragt.. da fiel mir dann die Story ein, dass in manchen Gegenden der Welt die linke Hand als unrein gilt. Wir hatten zum Glück unser eigenes Klopapier dabei. Meistens. :-] Die Menschen hier essen ihren Reis und was sonst noch übrigens wirklich ohne Besteck. Es ist so unappetitlich, wie man es ich nur vorstellen kann. Besonders, nachdem man hier mal auf Klo war.

Die Fährfahrt von den Banyak-Inseln nach Singkil war sogar noch vergleichsweise angenehm, da an Board diesmal nicht so viel geraucht wurde, aber dafür war die Fahrt nach Medan am nächsten Tag um so bescheidener. Unser Fahrer sprach keinerlei Englisch und zog eher rücksichtslos seinen Stiefel durch. Aber gut.. es waren ja nur 8 Stunden über üble Straßen, fiese Serpentinen und miefiger Gestank von den Abgasen der LKW oder mehr als fragwürdigen PKW, welche sich die Berge hochquälten. Zumindest letzterem hätte man ja durch Schließen des Fensters und Aktivieren der Klimaanlage begegnen können... wollte unser Herr Fahrer aber nicht. Auch nicht auf Nachfrage. Wir dachten ja schon, sie wäre kaputt. Ging dann aber doch, als es regnete und der Fahrer das Fenster schließen musste. So ein Penner.

Dafür rauchte er im Auto.

Apropos.. es scheint, dass 100% der Männer in Indonesien rauchen. Zumindest haben wir noch kein Gegenbeispiel getroffen. Da scheint es nur konsequent, dass wir am Empfang des JW Mariott gefragt wurden, ob wir ein Raucherzimmer wollen. Wollten wir nicht – daraufhin bekamen wir ein Upgrade: Executive Room Deluxe heißt unser neues Paradies. Und da sind wir jetzt, in der obersten, 29. Etage des Hotels mit Blick auf den Pool in der 17. und...

.. während sich in Berlin die Klimabewegung auf der großen Fridays For Future Demo feiert, blicken wir zum Sonnenuntergang auf die Smogglocke über Medan mit düsteren Abgasschwaden aus nicht identifizierbaren Schornsteinen vor dem Horizont.



Da kann man sich nur besaufen. Zum Glück ist bei Executive-Zimmern der Zutritt zur Executive Lounge inklusive, welche abends ab 17:30 ein kleines Buffet und Getränke bietet. Wein und Cocktails! Das gab's im Strandparadies nur, wenn man sich etwas aus christlichen Gefilden mitgebracht hatte. Hatten wir natürlich. :-D