November 20th, 2019

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Final destination: Paradise

Nachdem wir auf unserem Trip bisher keinen echten ruhigen Tag hatten, haben wir es nun nach 8 stündiger Auto- und 3 stündiger Fährfahrt endlich zu den Banyak-Inseln geschafft – unserem lang ersehnten Erholungsziel.

Die Fahrt hierher war eine Tortur. Zunächst waren da die 8 Stunden Schlaglochpiste vom Tobasee zu unserem Zwischenquartier in Singkil, welches wir kurzerhand wieder aufgaben, nachdem wir im Ort noch ein anderes Hotel mit richtiger Toilette, Dusche und weniger Muff im Zimmer gefunden hatten (Hotel Alviya). Am nächsten Morgen dann die Überfahrt mit der Fähre, welche nur 2x die Woche verkehrt. Es gab Widersprüchliche Empfehlungen, wann wir da sein sollten. Laut Fahrplan fuhr die Fähre um 9, dennoch sagten die einen wir sollten schon um 8 da sein, andere sagten, die fährt eh nie pünktlich. Wir waren 8:30 da, 8:45 öffnete dann auch der Ticket-Schalter und 11:15 legte die Fähre schließlich ab. Derweil waren wir von den Indonesiern an Board schon völlig zugequalmt und die ersten Kopfschmerzen bahnten sich an.

Bei der Überfahrt schockierten uns die indonesischen Passagiere (also alle außer uns) mal wieder mit ihrer völligen Abwesenheit von Umweltbewusstsein. Noch qualmende Zigarettenreste landeten einfach auf dem Boden, so wie natürlich auch jeglicher Müll – ausgenommen der Müll, der direkt über die Boardwand flog. Plastikflaschen, Verpackungen,.. alles.. aus den Augen aus dem Sinn.

Nach diesen letzten Eindrücken kultureller Verkommenheit konnte uns unser kleines einsames Bungalow-Resort, welches wir über ein kleines Holzboot erreichten, nur noch wie das Paradies vorkommen.







Wir sind die einzigen Gäste und so könnte man sagen, wir haben die ganze Insel gemietet. :-) Vor dem Bungalow ist ein kleines Korallenriff, welches wir natürlich sofort mal erkunden mussten.



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Nixtun

Was macht man auf einer einsamen Insel mit traumhaftem Strand, Schatten spendenden Palmen und badewannenwarmem, türkisblauem Meer? Richtig! – nix. Und zwischendurch schnorchelt man ein wenig. Dann isst man was und dann wieder.. nix.

Das war unser heutiger Tag und es war wunderbar.

Interessanterweise ist die Insel Panjang ziemlich schmal, auf der Höhe unseres Resorts nur etwa 100m breit. Das führt dazu, dass wir quasi vor und hinter dem Bungalow Strand haben. Vorn geht die Sonne auf, hinten geht sie unter; wobei wir Sonnenaufgang bisher noch nicht erlebt haben.

Wenn man so auf der Terasse seines Bungalows sitzt, ist man doch nicht ganz allein: alle 3-4 Stunden fährt auch mal ein Boot vorbei.


Und bis zum Sonnenuntergang bemüht man sich auch mal zum hinteren Strand:

Blick nach rechts:


Blick nach links:


Zum Abendbrot gibt's frischen Fisch.
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Pulau Banyak

"Pulau Banyak" heißt übersetzt aus dem Indonesischen: Viele Inseln.

Das ist hier also so ein Inselhaufen, auf dem erstaunlicherweise nicht sonderlich viel los ist. Könnte daran liegen, dass es so absurd schwer ist herzukommen. Eher verstreut gibt es abseits der Hauptinsel ein paar Bungalowsiedlungen mit mehr oder weniger Komfort – meist weniger. Etliche Inseln sind gänzlich unbewohnt.

Und wir haben auch schon die ersten Anekdoten von unserem Wirt gehört: 2005, beim großen Erdbeben von Nias, sind die Banyak Inseln einen Meter abgesunken. Der Strand vor unserem Bungalow war damals noch 100m breiter und das Korallenriff vor unserem Bungalow lag größtenteils an der Oberfläche, so dass dieser Teil der Insel für Boote unerreichbar war. Inzwischen ist das damals noch gesunde Riff zu großen Teilen tot. Unser Wirt Willy, ein chinesischstämmiger Sumatraner, der hier Anfang 2018 das Kimo Resort begründet hat, bemüht sich daher intensiv um "Aufforstung" der Korallen.

In dem Zusammenhang steht auch die Geschichte, dass Anemonen hierzulande als Delikatesse verspeist und auf dem Markt gehandelt werden. Willy kauft diese Anemonen auf den Märkten und pflanzt sie im Riff vor seinem Resort neu an. Und so kommen wir in den Genuss, neben den Anomenen auch viele kleine Clownfische zu sehen, welche Jelli begeistert sucht und findet.



Ein Gast des Resorts hat hier vor einiger Zeit ein recht hübsches Video gedreht: