November 15th, 2019

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Rafting Home

Ja wie kommt man von so einem Dschungelausflug eigentlich angemessen wieder nach "Hause"? – Richtig: man bindet in paar rumliegende Traktorschläuche zusammen und nimmt den Fluss.

Irgendwie konnten uns die Guides davon überzeugen, dass das total sicher wäre.

















Was für ein Spaß!

Und kurz vor Schluss kamen wir noch an unserem Quartier vorbei, welches wir nach der Tour für eine Nacht beziehen wollten: Der Honeymoon Suite der Green Travellodge. :-)

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Auf zum Tobasee, vorbei an abgeholztem Regenwald

Das Reisen auf Sumatra ist wenn man nicht beliebig viel Zeit und einen gewissen Anspruch hat, doch vergleichsweise teuer und langwierig. Entsprechend wohl überlegt wollen die nächsten Schritte sein – eine Sache, die uns nicht so recht liegt. Aber wenn man erst einmal 8 Stunden mit dem Auto in eine Richtung zum nächsten Ziel gefahren ist, dann wär schon blöd, wenn man vor Ort feststellt: ach passt doch nicht.

Somit ging die letzten Tage doch einige Zeit für Recherche und Überlegungen drauf, wie wohl die nächsten Schritte aussehen. Irgendwie wollen wir in diesem Urlaub auch noch Strand und Schnorcheln erleben und das ist auf Sumatra gar nicht so einfach, wie sich herausstellt. Ein viel gelobtes Paradies sind die Banyak Inseln westlich von Sumatra, aber zur Fähre nach Singkil sind es etwa 12 Stunden mit dem Auto. Nach Abwägung aller möglichen Alternativen unter Berücksichtigung mancherorts stark ausgeprägter muslimischer Reglements, auf die wir am Strand keine Lust haben, haben wir schließlich beschlossen, zunächst zum Tobasee zu fahren, dort ein paar Tage zu entspannen um dann in einer weiteren Etappe Singkil und die Banyaks anzusteuern.

Also auf zum Tobasee. 223 km in etwa 7-8 Stunden. Wenn man sich beeilt. Fortbewegung schneller als 40 km/h bedeutet auf hiesigen Straßen allerdings einigen Nervenkitzel. Nach einigem Rumfragen in Bukit Lawang finden wir einen Fahrer, der uns für 1,1 Mio Rupiah (ca 73 Euro) bringt.

Aber erst einmal Frühstück. Jelle hat gesagt, er sucht diesmal das Frühstücksrestaurant aus.



Und siehe da.. hinter dem Restaurant nistet ein Orang Utan Weibchen mit Baby. Wir haben gelernt, dass Orang Utans täglich 3 neue Nester bauen. Es ist also nicht so, dass man neben einem leeren Nest hocken und darauf hoffen kann, dass die Bewohner zurückkehren. Alte Nester bleiben in der Regel ungenutzt.



Nach dem Frühstück auf zum Auto.



On the Road again.. Schulkinder sind immer wieder ein Phänomen:





Und Kaffee... man hätte damit rechnen können, dass auch für Kaffee Regenwald abgeholzt wird. Wir waren angesichts der Ausmaße und Auswirkungen frisch angelegter Kaffeeplantagen aber echt schockiert. In den Plantagen stehen noch die Reste der abgeholzten Bäume und vereinzelt haben einzelne Urwaldriesen die Rodungen überlebt und erinnern an die Welt, welche hier plattgemacht wurde. Bei unserem Stopp hörten wir im Hintergrund die Kettensägen heulen.. unfassbar.









Wir umrundeten den Mount Sinabung. Ein Vulkan, welcher nach 400 Jahren Ruhe seit ca 10 Jahren wieder aktiv ist und die Region wachrüttelte.



Kurzer Stopp am Sipisopiso Wasserfall...



... bevor wir endlich den Tobasee erreichen – ein gigantischer Kratersee. Der größte seiner Art weltweit. Aus der Ferne war der Blick noch etwas diesig, als wir dann mit der Fähre auf die Halbinsel Samosir übergesetzt hatten, war das Bild schon etwas besser.