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Jon

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Perfektionismus [Aug. 25th, 2019|03:25 pm]
Jon
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Dem ein oder anderem in meinem Umfeld dürfte in den letzten Jahren aufgefallen sein, dass ich zunehmend provokant Anflüge von "Perfektionismus" kommentiere.

Perfektion ist für mich der Teil einer Arbeit, den nur noch der Machende selbst wertzuschätzen weiß. Der Konsument der Arbeit wäre schon mit deutlich weniger Aufwand genauso zufrieden gewesen. Also wirklich: identisch zufrieden. Die Schwierigkeit besteht natürlich für den Machenden darin, die Grenze zum Perfektionismus rechtzeitig zu erkennen, da sie den Übergang zu Zeitverschwendung darstellt – außer natürlich, es dreht sich um ein Hobby; eine Tätigkeit, die vor allem der Befriedigung des Machenden gilt.

Heute habe ich das Buch "Make Time, how to focus on what matters every day" angefangen. Es stellt auf Seite 4 zwei grundsätzliche Mechanismen vor, welche es zu durchbrechen gilt, wenn man ein selbstbestimmtes Leben haben möchte:
The Busy Bandwagon is our culture of constant busyness – the overflowing inboxes, stuffed calendars, and endless to-do lists. [...] you must fill every minute with productivity.

Infinity Pools are apps and other sources of endless replenishing content. If you can pull to refresh, it's an Ininity Pool. If it streams, it's an Infinity Pool. This always-available, always-new entertainment is your reward for the exhaustion of constant busyness.
Und dazu liefern sie natürlich ein paar Beispiele. Und wenn ich ehrlich reflektiere – ja verdammt: schuldig. Auch wenn ich schon jetzt bewusst versuche Infinity Pools wie Fernsehserien und Facebook zu vermeiden – aber ich ertappe mich manchmal dabei, wie ich Google-News aktualisiere und enttäuscht bin, wenn es nicht neue Headlines hervorbringt.

Perfektion kam erst auf Seite 25 zur Sprache und für mein Empfinden sehr schön auf den Punkt gebracht:
Perfection is a distraction – another shiny object taking your attention away from your real priorities.
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