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Schnorcheln vor Maumere - JBlog [entries|archive|friends|userinfo]
Jon

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Schnorcheln vor Maumere [Nov. 26th, 2018|12:36 am]
Jon
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Die See vor Maumere solle eine der schönsten Tauch- und Schnorchelgegenden Indonesiens sein. Das hatten wir schon einmal vom Komodo-Nationalpark gehört – also mal gucken. :-)

Das Korallenriff direkt am Strand vor unserem Bungalow im Sea World Club war schonmal ein guter Start. Großflächige Korallen gepaart mit allerlei bunten Fischen, wobei die Menge an Fischen noch vergleichsweise überschaubar ist. Es gibt keine großen Schwärme oder dergleichen, was aber vielleicht auch daran liegt, dass vom Strand aus mit Netzen gefischt wird.





Kugelfisch


Heute dehnten wir unseren Aktionsradius aus und mieteten ein Boot. Mit dem Motorroller fuhren wir etwa 45 Minuten bis Nangahale, einem kleinen, unscheinbaren Fischerdorf, an dem wir im ersten Anlauf glatt vorbei fuhren. Das Navi leistete uns heute keine guten Dienste. Schließlich fanden wir den Anleger, wo Udin bereits auf uns wartete. Der Kontakt war uns von der Rezeption unseres Quartiers vermittelt worden, was vielleicht ganz gut war: wir trafen nämlich keine Englisch sprechende Seele in dem Dorf. Udins Englisch beschränkte sich auf "Snorkel wall, follow", was wohl so viel heißen sollte wie "Ihr könnt hier die Riffkante entlangschnorcheln, ich folge euch mit dem Boot".

Nach ca. 30 Minuten Bootsfahrt entließ uns Udin über einem Riff ins Wasser, welches ein wenig an Menjangan vor einem Jahr erinnerte. Ein zunächst flaches Korallenriff fällt auf einer Seite steil ab was den Eindruck einer "Wand" vermittelt, was wohl Udin meinte, als er von "Wall" sprach. Anders als vor Menjgangan war der flache Teil des Riffs hier zum Teil stark beschädigt – kein Wunder, auch Udin warf hier seinen Anker aus, was uns im Herzen weh tat. Entlang der Riffkante jedoch wuchsen prächtige Korallen, welche von massiven Fischschwärmen heimgesucht wurden. So viele Fische haben wir wohl noch nie an einem Ort gesehen.

Wir folgten dem Riff ein kleines Stück und Jelle war mit Begeisterung dabei – bis er keine Lust mehr hatte. Da uns das Boot nicht wie erwartet gefolgt war, schwammen wir zum Boot zurück und ließen Jelle dort. Dann ging's weiter. Janine kehrte nach einer Weile um und sah bei der Rückkehr – wie ich später erfuhr – einen Hammerhai unter'm Boot. Verdammt. Ich folgte weiter dem Riff und tatsächlich: nachdem ich einige hundert Meter der "Wall" gefolgt war, kam Udin mit dem Boot hinterher und ankerte ein gutes Stück vor mir.


















Es war wirklich fantastisch. Wobei: den Hammerhai hätte ich schon auch gern gesehen.

Nachdem ich auch wieder an Board war, fragte Udin "Pulau Pangabatang?" und ich antwortete mit einem Mix aus Nicken und Schulterzucken. "Ok" – er schmiss den Motor an. Weiter ging's zur kleinen Insel Pangabatang, welche einen feinen Sandstrand bot, von dem aus man angeblich auch schnorcheln konnte. Zumindest verstanden wir Udin so. Fische oder Korallen fanden wir dort jedoch nicht; nur Seegras und eine Muschel. Aber der Anblick der Insel und die sehr lokal wechselnden Wetterverhältnisse im Hintergrund waren wirklich hübsch.





Nach einem weiteren Schnorchelstopp an der "Wall", bei dem das Boot mich im offenen Mehr fast nicht wiedergefunden hätte, kehrten wir zurück. Glück gehabt, dachten wir, als wir über nasse Straßen fuhren. Offenbar hatten wir einen heftigen Regenguss verpasst. Kurz darauf gerieten wir selbst hinein und erreichten gut durchfeuchtet das Quartier.
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