?

Log in

No account? Create an account
JBlog [entries|archive|friends|userinfo]
Jon

[ website | www.jonkowal.de ]
[ userinfo | livejournal userinfo ]
[ archive | journal archive ]

Links
[Links:| Ellis'nYard - my Band ]
[GPG fingerprint:| A5A3 C451 42FF 8D01 E375 3EA2 C97E AD2E 9923 8843 ]

Müll der Welt [Dec. 10th, 2017|02:51 pm]
Jon
[Tags|, , , ]

Wir sind zurück aus dem Urlaub, der mal wieder traumhaft war.

Der Trip nach Bali hat uns aber auch mal einige Probleme der Welt vor Augen geführt. Neben der Armut, die selbst auf Touristeninseln wie Bali immer noch präsent ist, sobald man die ausgetretenen Pfade mal um ein/zwei Kilometer verlässt, ist es das Müllproblem, das uns Jahr um Jahr zunehmend schockiert.

Erstmals bewusst erlebte ich den Müll bei unserer Kambodscha-Tour 2010. Auf der damals noch recht einsamen Insel Koh Rong staunten wir, wie ein eigentlich traumhaft schöner und unbevölkerter Sandstrand von Müll gesäumt war, den das Meer herangetragen hatte.

Über die Jahre haben wir uns schon fast dran gewöhnt, dass einsame Strandparadiese in Südostasien kaum noch ohne Plastikmüll auskommen, wie z.B. hier auf Lombok:


Resort-Urlaubern bleibt diese Konfrontation derzeit oft noch erspart, weil die Resort-Betreiber bemüht sind, ihre Strände sauber zu halten und entsprechend Personal beschäftigen, die morgens den ganzen angeschwemmten Müll einsammeln. Aber auf Bali erlebten wir dieses Jahr, dass selbst Luxus-Resorts wie das Amertha Bali Villas da kaum noch hinterher kommen.

"Wird alles von Java rübergeschwemmt", sagte man uns.

Und so versucht wohl jeder seine Hände in Unschuld zu baden. Leider sahen wir in den Bergen bei Munduk wiederholt, wie Müll in allen möglichen Ecken abseits der Siedlungen vor sich hin gammelte und wohl nur auf den nächsten großen Regenfall wartete, der ihn hinab ins Meer spülen würde. Besonders erschütterte uns, wie wir bei einem Spaziergang über Reisfelder beobachten "durften", wie ein kleiner Junge nacheinander 5 Mülleimer über einem Hang ausschüttete so selbstverständlich, wie man bei uns zur Mülltonne läuft:


Einige Tage später, bei unserer Schnorcheltour vor Menjangan hatten wir wohl das bisher eindrucksvollste Müllerlebnis. Wir waren etwas um die Insel herumgefahren und zum Schnorcheln vom Boot gesprungen, als mich plötzlich das Gefühl übermannte, in einer Müllkippe zu schwimmen. Es war wirklich eklig und es war nicht mal nur eine Plastiktüte oder so.. die Meeresoberfläche regelrecht bedeckt und auch unter Wasser trieb so viel von dem Plastikunrat herum, dass an Schnorcheln nicht zu denken war. Ich brach ab und bat den Guide, uns woanders hinzubringen und so fanden wir einen neuen Spot, wo wieder alles wunderschön war.

Wie wird wohl der Tourismus der Zukunft aussehen? Wo heute noch die Guides in Kontakt stehen und einander über Wal- oder Delphinsichtungen auf dem Laufenden halten, wird in Zukunft wohl die Information wertvoll, wo gerade kein Müll herumschwimmt. Werden unsere Kinder noch müllfreie Meere erleben, wenn sie allein auf Reisen gehen?

Frisch sensibilisiert für das Thema sah ich auf dem Heimflug den Film A Plastic Ocean, der unsere Negativerlebnisse leider mehr als nur bestätigte. Der Film zeigte auch Konsequenzen auf, an die ich nicht gleich gedacht hatte. Nicht nur, dass unsere Naturparadiese zu Müllkippen verkommen... die gesamte Nahrungskette der Meere wird verseucht. Fische fressen das Plastik, das sie nicht verdauen können, Seevögel fressen die Fische und am Ende krepieren all diese Tiere kümmerlich, weil ihre Mägen voll von unverdaulichem Material sind und keine Nahrung mehr aufnehmen können. Ganz davon abgesehen, dass der Müll auf diesem Weg auch in unserer Nahrungskette landet.



Und heute stolperte ich über dieses Bild, auf dem Instagram Feed von Sea Legacy.
linkpost comment

no comment [Dec. 2nd, 2017|03:34 pm]
Jon
[Tags|, , , ]

linkpost comment

Und täglich grüßt die Flugplanänderung [Dec. 2nd, 2017|02:05 pm]
Jon
[Tags|, , ]


Sonnenaufgang in 10000m Höhe

Der Flug nach Amsterdam verlief ohne Probleme. Wir wurden vom Sonnenaufgang überholt und erreichten kurz nach ihm Amsterdam um 11:05. Noch im Flieger erhielten wir die Nachricht aufs Handy, dass sich der Berlin Flug auch verspätet hätte, auf 10:55. Es keimte Hoffnung auf. Könnte ja sein, dass er dann die paar Minuten noch auf uns wartete?

Bis wir den Flieger verlassen hatten war 11:20. Am Gate wartete schon eine Dame der Airline auf uns.. der Flieger nach Berlin war 11:15 gestartet. Ohne uns. :-(

Wir wurden auf 16:30 Uhr umgebucht. Das Gepäck wird durchgecheckt. Na immerhin. Jetzt schlagen wir also mal wieder etwas Zeit am Flughafen tot. Is aber ganz gemütlich hier. Ist ja zum Glück nicht Schönefeld.
linkpost comment

Tierische Begegnungen [Dec. 2nd, 2017|01:14 am]
Jon
[Tags|, , , ]

























linkpost comment

Verflugt nochmal... [Dec. 2nd, 2017|12:19 am]
Jon
[Tags|, , , ]

Als hätte ich es mit meiner vorigen Überschrift heraufbeschworen: es bleibt wirklich spannend. Und wird langsam auch ein bisschen anstrengend. Wir sollten eigentlich seit einer Stunde im Flieger sitzen, sind aber immer noch in Jakarta.

Die 9 Stunden geplanten Aufenthalt in Jakarta hatten wir entspannt in einer herunter gekommenen Vorort-Mall verbracht, welche uns von Google Maps empfohlen wurde und neben ein paar wenigen schlechten Geschäften allerlei ziemlich gute Spielangebote für kleine Kinder bot. Jelli war Happy.

Beim Taxi zurück zum Flughafen landeten wir auch auf den Punkt mit unseren verbliebenen Bargeldreserven und beim Handgepäckcheck durften wir in aller Ruhe unsere Getränke aus den Rucksäcken leeren (die wir in Denpasar noch hatten mitnehmen dürfen).

Komisch wurde es erst, als selbst kurz vor der geplanten Abflugzeit noch kein Personal am Gate zu sehen war und der Flieger davor dunkel blieb. Die Anzeigetafel sagte weiterhin "scheduled", so als würde der Flieger jede Minute abheben.

Nicht nur wir wurden unruhig und eine Passagierin uns gegenüber brachte schließlich die Hiobsbotschaft ihres Reiseveranstalters heraus: der Flug wurde um 4 Stunden auf 02:45 Uhr verschoben. Am Gate war davon weiterhin nichts zu sehen, geschweige denn, dass jemand gekommen wäre, uns zu informieren.

Erst nach eindringlichen Beschwerden an umliegenden Gates wurde unseres dann doch mal mit Personal und erwas Information bestückt.

In der Folge essen und relaxen wir jetzt in der Garuda Lounge. Der Flug wurde wohl wegen schlechten Wetters in Amsterdam verschoben. Unseren Anschlussflug nach Berlin werden wir natürlich verpassen und einen Alternativanschluss will man uns von hier aus nicht organisieren. Sollen wir bei Ankunft in Amsterdam klären. Das erweckt ein wenig den Eindruck, als wüsste man noch nicht, ob der neue Schedule wirklich gehalten werden kann.

Wir bleiben gespannt.
linkpost comment

Es bleibt spannend [Dec. 1st, 2017|03:03 pm]
Jon
[Tags|, , ]

Beim morgendlichen Blick auf das Handy wurde ich schlagartig munter. Unser Flug von Denpasar nach Jakarta war ersatzlos gestrichen worden.

Zeit, Plan B zu aktivieren.

Wir hatten vorsorglich zu 8 Uhr einen Fahrer engagiert, der uns nach Gilimanuk bringen sollte, zur Fähre nach Java. Auf Java hatten wir einen Alternativflug gebucht, für den Fall, dass Denpasar wegen des Vulkans wieder geschlossen würde. Der war nun offenbar eingetreten.

Wir wurden etwas hektisch. So richtig hatten wir damit nun nicht mehr gerechnet und den Wecker etwas knapp auf 6:30 Uhr gestellt. Wir mussten fertig packen, frühstücken, auschecken und was man morgens halt noch so macht.

Nach der Dusche bat ich die Rezeption, die Airline Hotline für mich anzurufen. Ich wollte fragen, ob wir den gestrichenen Flug nach Blimbingsari umbuchen können (um die Kosten erstattet zu bekommen), das Gepäck durchchecken, etc.

Aber irgendwie kommts ja dann doch immer anders. Zum Glück kam ich bei der Garuda-Hotline schnell durch und mein Gegenüber sprach halbwegs verständliches Englisch, so dass ich alles nur zweimal erfragen musste. Lange Rede kurz... ich konnte uns auf einen früheren Flug ab Denpasar umbuchen. Unser Alternativflug ab Blimbingsari, Java, wurde storniert. Wegen des nun früheren Flugs ab Denpasar blieb es bei 8 Uhr Abfahrt vom Resort.

Fast pünktlich starteten wir kurz nach Acht die Fahrt zum Flughafen und die verlief auch ganz entspannt, bis Jelli sich ohne weitere Ankündigung übergab. Über uns, die Rückbank und den Teppichboden - wieauchimmer er das geschafft hatte. Und somit war meine einzige lange Hose nicht mehr wirklich tragbar. Wie dem auch sei.. Kurz das Auto geputzt, Jelli umgezogen und weiter zum Flughafen.

Am Flughafen gab es ziemlich strenge Zutrittskontrolle. Man wollte unser Ticket sehen, welches wir ja gar nicht hatten, weil telefonisch gebucht. Nach kurzer Diskussion ließ man uns aber durch. Während des Check-in lief die Frau dann plötzlich weg, um was mit einem Kollegen zu klären. Ein Infoblatt lag aus, dass der Flughafen Lombok geschlossen wurde. Sollte uns ja nicht betreffen, aber so richtig glaubten wir noch nicht an unseren Abflug. Aber schließlich konnten wir die Taschen abgeben und hielten frisch gedruckte Boardkarten in der Hand. Auf zum Gate...

So streng der Einlass zum Flughafen war, so lachs war die Handgepäckkontrolle. Zwei Liter Wasser, Cola, Tonic.. kein Problem.

An der Anzeigetafel war unser Flug natürlich, neben den gestrichenen Lombokflügen, der einzige ohne zugewiesenes Gate. Also nutzte ich die Zeit, um mir in einem der Shops eine lange Hose zu kaufen. Der Flughafen ist an sich echt nett gestaltet, die Läden strahlen Gemütlichkeit aus und sind nicht überteuert. Für ca. 40 Euro kaufte ich eine Hose und ein paar T-Shirts.

Dann stand auch das Gate zum Flug an der Tafel. Zusammen mit der Notiz, dass der Flug um eine Stunde verspätet wäre. Nun also 13 Uhr. Mann, mann, mann.. irgendwas ist echt immer. Aber auch egal, weil so unsere 10 Stunden Aufenthalt in Jakarta eben auf "nur" noch 9 verkürzt würden. Wir rätselten schon, was wir mit der vielen Zeit anfangen sollten. Man könnte ja zum Strand fahren. Aber die Lust auf weitere Autofahrten war uns eigentlich vergangen.

Knappe 3 Stunden später sitzen wir jetzt in Jakarta am Flughafen. Hier um die Ecke gibt's einen Vergnügungspark und eine große Shopping Mall. Die 8 Stunden bis zum Boarding bekommen wir schon rum.
linkpost comment

Sonnenuntergang Deluxe [Nov. 30th, 2017|10:03 pm]
Jon
[Tags|, , ]

Ein bisschen enttäuscht waren wir ja schon. Das wäre wohl der erste Asientrip ohne spektakulären Sonnenuntergang geworden. Und das auf einer Insel. Wie konnte das denn passieren? Nun, es ist Regenzeit auf Bali und so ist abends meist bewölkt oder es regnet. Zudem waren wir auch nicht so wirklich an der Westküste unterwegs. Aber der letzte Abend sollte uns doch noch überraschen.



Nach diesem traumhaften Sonnenuntergang am Horizont (rechts im Bild übrigens der Südzipfel von Java) hörte das Schauspiel jedoch nicht auf. Die Aschewolke des Mount Agung über uns begann in allen möglichen Orange- und Blautönen zu leuchten. Das haben wir so noch nicht gesehen.



linkpost comment

Eisvogel [Nov. 30th, 2017|03:55 pm]
Jon
[Tags|, , , ]

Am letzten Tag unseres Balitrips erspähte Janine noch diesen wunderbaren Eisvogel, ein Javaliest.



Nach Borneo, Langkawi und Australien werden Eisvogelsichtungen schon fast zur Tradition. Wir sind aber jedes Mal auf's Neue ganz aufgeregt, weil diese Vögel so schön sind. Wird Zeit, dass wir mal einen in Deutschland sehen.
linkpost comment

Bali Eindrücke [Nov. 29th, 2017|11:32 am]
Jon
[Tags|, , ]











linkpost comment

Splash [Nov. 29th, 2017|11:00 am]
Jon
[Tags|, , , ]





linkpost comment

Mopeds [Nov. 28th, 2017|10:27 pm]
Jon
[Tags|, , , ]



linkpost comment

Aschewölkchen [Nov. 28th, 2017|10:18 pm]
Jon
[Tags|, , , ]

Das Wölkchen über dem Mount Agung ist doch recht beeindruckend. Bei unserer heutigen Fahrt an die Südküste Balis konnten wir erstmals das gewaltige Ausmaß erkennen. Vom Vulkan im Nordosten Balis zieht sie sich wie ein dunkles Band direkt über unser jetziges Quartier hinweg bis hinaus aufs Meer.

Der Blick von unserem vorigen Quartier, Ponciana Resort, an der Nordküste:


Blick vom Süden:




Und der Blick nach oben im Amarta Beach Retreat:
linkpost comment

Der Vulkan und wir [Nov. 28th, 2017|10:44 am]
Jon
[Tags|, , ]

Der brodelnde Vulkan auf Bali scheint ein gefundenes Fressen für die Sensationspresse in Deutschland zu sein. Dabei wird leider nicht erwähnt, dass 90 Prozent von Bali davon nicht betroffen sind. Ihr müsst euch also nicht um uns Sorgen.

Wir sind insofern betroffen, als dass wir unsere Reiseroute nun angepasst haben und den Osten Balis, die Region um den Vulkan, meiden. Außerdem ist noch nicht ganz klar, wie wir zurück kommen werden, weil der Flughafen in Denpasar derzeit gesperrt ist. Aber wir haben schon Alternativen ausgeguckt und einen Ersatzflug ab Blimbingsari auf Java nach Jakarta gebucht. Freitag werden wir sehen, welcher Flughafen offen ist.

Jetzt düsen wir von Tejakula nach Süden und können bei der Fahrt über die Berge vielleicht noch einem hübschen Blick auf die Aschewolke erhaschen. :-)

Wir melden uns, wenn es weitere News gibt.
linkpost comment

Gunung Agung [Nov. 26th, 2017|09:45 pm]
Jon
[Tags|, , , ]



Hier ist was los.
linkpost comment

Menjangan Island [Nov. 26th, 2017|09:55 am]
Jon
[Tags|, , , ]

Wir waren ein wenig vor Menjangan schnorcheln. Das Riff ist wirklich beeindruckend. Es bildet ein Plateau vor der Insel, circa einen Meter unter der Wasseroberfläche und fällt dann abrupt im 90 Grad Winkel als Steilwand bis in unsichtbare Tiefen ab. An der Abfallkante gibt es ein spektakuläres Schauspiel aus Korallen und riesigen bunten Fischschwärmen. Das haben wir so noch nicht erlebt.





















Insel Menjangan ist ein Nationalpark. Dort leben allerlei Tiere, zum Beispiel Hirsche.

linkpost comment

Bali, noch ein paar Bilder [Nov. 23rd, 2017|10:47 pm]
Jon
[Tags|, , ]

























linkpost comment

Bali, ein paar Bilder [Nov. 23rd, 2017|10:14 pm]
Jon
[Tags|, , ]













linkpost comment

Bali [Nov. 23rd, 2017|09:55 pm]
Jon
[Tags|, ]

Bali ist beeindruckend. Wir reisen nun seit knapp zwei Wochen kreuz und quer über die Insel und sind überwältigt von der hiesigen Kultur, die im Spagat zwischen westlicher moderne und althergebrachte Tradition ihre Vergangenheit nicht verliert und diese dabei vor allem nicht nur als Touristenattraktionen weiterlebt.

Wir haben natürlich auch etwas Glück im Timing. Wegen Regenzeit und Vulkanausbruchswarnung sind vergleichsweise wenig Touristen auf der Insel und wir können Vieles für uns entdecken, ohne uns als Lemminge zu fühlen. Gleichzeitig ist das Finden von freien Unterkünften entspannt, so dass wir Quartiere ohne Vorabbuchung direkt vor Ort inspizieren und aushandeln können.

linkpost comment

Bicycle trip Prague to Bratislava [May. 20th, 2017|03:01 pm]
Jon
[Tags|, , ]























linkpost comment

On the road again [May. 12th, 2017|01:11 am]
Jon
Fourteen hours to go and I'll be off on our next bicycle trip, sitting in the train to Prague.

Henry, Chris and I will follow the Greenways route from Prague to Bratislava and hopefully we'll reach our destination by next Saturday, because that's when our bus leaves from Bratislava to bring us back home.

linkpost comment

Mein erster Triathlon [May. 5th, 2017|11:13 pm]
Jon
[Tags|, , , ]

Seit Jahren rede ich davon – ich will mal einen Triathlon mitmachen. Bisher war es nur Gerede und kaum jemand glaubte noch daran. Nun habe ich Ernst gemacht. Und ich habe Schmerzen.

Mittwoch vor der Arbeit:
  • 20 km mit dem Rad zur Schwimmhalle in Moabit
  • 1 km geschwommen
  • 2,5 km von der Schwimmhalle zur Arbeit gejoggt.

Zugegeben, das ist noch ausbaufähig – aber hey: ich hab die drei Disziplinen schonmal zusammen! :-)

Jetzt habe ich seit 3 Tagen übelsten Muskelkater in den Waden. Das ist also der Lohn.

Falls die Schmerzen jemals wieder abklingen, ist der Plan, jetzt immer Mittwochs meinen kleinen Triathlon zu laufen. :)
linkpost comment

Zurück in Lombok [Nov. 22nd, 2016|04:08 pm]
Jon
[Tags|, , ]

Der Abschied vom Vyaana fiel uns schwer und gleichzeitig freuten wir uns auf das Lima Satu Resort auf Lombok, in welchem wir die zwei letzten Nächte vor dem Rückflug nach Kuala Lumpur verbringen würden. Eigentlich hatten wir gedacht, bis zum letzten Tag auf den Gilis bleiben zu können, aber die Fähren nach Lombok fuhren erst ab 9 Uhr – zu spät, um unseren Flug um 12:15 Uhr sicher zu erreichen. Also beschlossen wir noch eine Nacht auf Lombok zu verbringen und da eine Nacht immer etwas unentspannt ist, wurden es zwei.

Wieder einmal quälten wir ein Pferd mit uns und unserem Gepäck und warteten dann noch eine Weile in einem Café in der Nähe des Bootsanlegers, bis das Boot die Sollfüllmenge erreichte. Wir hatten beschlossen, das Public Boat zu nehmen, wenn die Wartezeit nicht all zu drastisch ausfallen würde, aber die Wartehalle füllte sich zügig und so saßen wir schon bald im Nicht-Fast-Boat, zusammen mit lauter Einheimischen und ein paar Backpackern aus Kanada.

Die Managerin vom Vyaana hatte uns noch den Tipp gegeben, am Hafen in Lombok bis vor zur Straße zu laufen, da dort normale Taxis fuhren und nicht nur die Abzockerbande, die warumauchimmer mit ihren Wagen am Security Checkpoint vorbei kommen und einen deshalb schon direkt am Hafen mit ihren Mondpreisen belagern. Eigentlich hatten wir ja gar nicht vor, einen Wagen zu nehmen, weil das Hotel wohl direkt um die Ecke vom Hafen wäre – aber das ließen wir uns noch offen. Jedenfalls latschten wir vom Hafen erstmal los, mit den großen Rucksäcken aufm Rücken, drei kleineren Rucksäcken im Buggy und Jelli auf der Schulter. Der Weg zum Security Checkpoint war gar nicht mal so kurz und so hatten wir genug Zeit zu überlegen und beschlossen, ein Taxi zu nehmen, egal wie weit es noch zum Hotel wäre. Google Maps sagte 2 km. Hätte man laufen können – aber musste ja nicht sein.

Etwas irritiert waren wir dann aber schon, als das Taxi an dem Marker im Handy vorbei fuhr und auch keine Anstalten machte, anzuhalten. Bei Nachfrage wirkte der Fahrer aber ziemlich überzeugt, dass das Lima Satu Resort noch vor uns läge und so hielten wir die Füße still. Man hat ja inzwischen so seine Vorurteile... zu Unrecht, zumindest in diesem Fall. Nach circa 5 Kilometern erreichten wir das Resort und waren herzlich froh, nicht gelaufen zu sein. Es war nicht nur weit, die Straße folgte den Hügeln an der Küste auch ordentlich hoch und runter.

Die Begrüßung im Resort war mal wieder herzlich, das Gepäck wurde uns abgenommen, den recht steilen Weg hinauf zum Zimmer durften wir dann aber noch selbst laufen. ;-) Das Resort schmiegt sich mit mehreren Terrassen direkt an einen steilen Hang und so weit wird das überblicken können, gibt es nur 6 Zimmer, jeweils mit eigenem Pool und überragendem Blick auf das Meer. So eine Anlage haben wir bisher noch nicht erlebt. Nackig baden im Hotelpool? Hier kein Problem! :-D

Und da sitzen wir jetzt noch auf der Terasse, inzwischen schon zur zweiten Nacht und finden es immer noch unfassbar toll. Wäre da nicht der kleine Wermutstropfen: die Bar hat quasi keinen Alkohol. Kein Rotwein, kein Rum – nur noch Triple Sec. Ist einfach alle und scheinbar kauft man dann auch nicht nach. Gestern hatten wir noch einen Notcocktail kreiert, quasi „Triple-Sec Sunrise“, aber heute gelang nichtmal das. Als wir 21 Uhr in der Bar anriefen, um noch zwei Cocktails aufs Zimmer zu bestellen, war dort nur noch ein Security Mensch, der meinte, dass das Personal nach Hause gefahren wäre.

Hä?? Da machen die einen auf Luxus und dann ist die Bar geplündert und man bekommt 21 Uhr nicht mal mehr einen Drink? Schon schräg. Dagegen eher abenteuerlich sind die wiederholten Stromausfälle, für die das Resort aber vermutlich weniger etwas kann. Schon bei der Anreise musste man uns erklären, dass der Strom gerade weg wäre aber zum Abend bestimmt wieder kommt (kam er dann auch), aber als heute Abend plötzlich Licht ausging und wir im Stockdusteren standen, war das schon lustig. Zum Glück hatten wir Stirnlampen im Gepäck, die wir im Licht der Handys auch schnell fanden, und 10 Minuten später kam dann auch die Empfangsdame mit Kerzen vorbei.


Blick aus dem Lima Satu Zimmer
linkpost comment

Gili Air Part 2 [Nov. 21st, 2016|04:06 pm]
Jon
[Tags|, , , ]

Das Pferd schleppte uns und das Gepäck auf seinem zweirädrigen Karren über und durch den Sandweg, auf dem wir am Vortag noch mit unseren Fahrrädern aufgegeben hatten. Zum Vyaana Resort musste es einmal um die halbe Insel rum vom Oststrand zum ruhigeren Weststrand. Auch hier wurden wir überaus freundlich empfangen, mit Begrüßungstrunk und Wifi-Passwort ausgestattet und schließlich samt Gepäck zum Bungalow gebracht.

Das Vyaana Bungalow, Baujahr 2016, strahlte in aller Frische, hinterließ aber auch von der gesamten Aufmachung einen deutlich schickeren Eindruck als der vorige. Sollte aber auch so sein, schließlich war die Nacht in Vyaana mit 1600000 Rupiah (112 EUR) auch etwa 4-mal so teuer wie im Segar Villages. Ein wenig Luxus wollten wir uns zum Ende der Reise mal wieder gönnen und den spürten wir auch gleich bei der Ankunft. So sollte es sein.

Die nächsten Tage verbrachten wir mehr oder weniger auf dem Resort, von individuellen Ausflügen mit dem Fahrrad abgessehen. Im Bungalowpreis inbegriffen waren nämlich zwei Räder mit gewaltigen Ballonreifen, die sich tatsächlich wunderbar auf den sandigen Wegen fuhren, nur leider keinen Kindersitz boten, weshalb wir keine gemeinsamen Ausflüge unternehmen konnten. So erkundeten Janine und ich die Insel jeder für sich, während immer einer mit Jelli am Strand und Pool zurück blieb. Jelli derweil entwickelte sich zur unzähmbaren Wasserratte und fand schließlich sogar gefallen am Meer, zu dem er bis dahin doch ziemlich respektvoll Abstand gehalten hatte.

Wir hatten zunächst nur zwei Nächte im Vyaana reserviert, beschlossen aber noch eine dranzuhängen, einfach weil es dort so schön entspannt zuging. Frühstück gab es unter Palmen auf dem Strand und Abendessen in einer benachbarten Strandbar. Jelli lief schon nach zwei Tagen mit einem Selbstverständnis dort rum, als wäre er schon ewig dort zuhause und wir genossen die Zeit in vollen Zügen. Janine unter anderem im vorzüglichen „Slow Spa“ unweit des Vyaana und ich bei einer geführten Schnorcheltour entlang von Gili Air aber auch mit Abstecher nach Gili Meno.

Nichts ist perfekt natürlich – wäre ja auch langweilig. Auf der Vyaana Buchungswebseite hieß es, es gäbe einen „Playground“, davon war aber weit und breit keine Spur. Auf Nachfrage drückte man uns einen Plastikeimer mit Schaufel und ein paar Förmchen in die Hand. Das wäre der Playground. Ja – super.

Als wir zur Abreise nochmal hinter die schweren Vorhänge schauten, ob sich da noch irgend welches Spielzeug von Jelli versteckte, staunten wir nicht schlecht über den riesigen Gecko hinter dem rechten Vorhang und die ebenfalls nicht ganz kleine haarige Spinne hinter dem linken. Ist doch interessant, wer uns die letzten 3 Nächte Gesellschaft geleistet hatte.


Blick vom Vyaana Frühstückstisch, im Hintergrund Gili Meno und Bali


Strandbar nebenan


Taxistand am Bootsanleger



Gili Meno „Playground“


Bootswerft




Gili Meno und Bali im Sonnenuntergang


Etliche Seeigel zeigen sich im seichten Ebbewasser
linkpost comment

Gili Air Part 1 [Nov. 21st, 2016|02:26 pm]
Jon
[Tags|, , , ]

Drei Tage und vier Nächte in Kuta vergingen ratzfatz und wir hätten da wohl noch ewig entspannen können, aber wir wollten ja auch noch auf die Gilis. Die Gilis sind eine kleine Inselgruppe im Nordwesten Lomboks und je nachdem, für welche Insel man sich entscheidet, hat man mehr Party oder mehr Ruhe. In jedem Fall gibt es viel Strand, Sonne, türkisblaues Meer, bunte Fische, Korallen und die ein oder andere Schildkröte.

Nach der Odyssee vom Vortag wagten wir also erneut eine Autofahrt; diesmal zum Hafen Bangsal – etwa eine Stunde von Kuta. „Indarauto“ rief Jelli ganz fröhlich, als er den Wagen in der Auffahrt des Resorts entdeckte. Die Fahrt verlief ganz gut, und mit Zwischenstopp in Senggigi, einem etwas älteren Ferienort Lomboks mit wunderschönem Strand, erreichten wir Bangsal fast ohne Kotzerei. ;-) Fast hätten wir aber auch das letzte Stück zum Hafen laufen dürfen...


Blick über Senggigi mit Gili Islands im Hintergrund

Der Hafen liegt in einem Areal, welches man scheinbar nur mit spezieller Erlaubnis motorisiert befahren darf. Wir wurden jedenfalls von einer bedrohlich wirkenden Security angehalten, mit der Indar ganz aufgeregt sprach, mit Scheinchen wedelte und letztlich trotzdem umdrehen durfte, mit Verweis auf einen Parkplatz. Auf dem Parkplatz sprach Indar mit einem weiteren Wächter, fuhr dann herum und wieder runter und erneut zum Security-Checkpoint. Diesmal standen wir hinter einem anderen Auto, das durchgewunken wurde und als sich der Security-Mensch uns wieder in den Weg stellen wollte, rollte Indar laut zeternd an ihm vorbei. Die Security zeterte zurück, dabei blieb es dann aber auch. Indar erzählte uns danach, er hätte einen Freund auf dem Hafengelände und als Besucher des Freundes dürfte er sonst eigentlich durch.

Am Hafen mussten wir uns entscheiden: Public Boat oder Fast Boat. 12000 vs. 70000 Indonesische Rupiah (1 vs. 5 EUR) pro Person. Das Public Boat liegt so lange im Hafen, bis 40 Mitfahrer erreicht sind, das Fast Boat fährt zu festen Zeiten und ist – wie der Name schon andeutet – etwas schneller. Wobei man nach Gili Air fast schwimmen könnte, die Fahrtzeit spielt also nicht wirklich eine Rolle. Wir fragten, auf wieviele Leute für das Public Boat noch zu warten sei und entschieden uns letztlich auf Grund der besseren Planbarkeit für das Fast Boat.

Nach etwa 3 Minuten Fahrt erreichten wir Gili Air, die kleinste und ruhigste Insel der Gilis. Der Inselrundweg parallel zum Strand ist etwa 5 Kilometer lang und unser Bungalow im Segar Villages Resort lag etwa 1-2 Kilometer vom Bootsanleger – zu weit bei Mittagshitze mit viel Gepäck. Also nahmen wir eines der Inseltaxis, einen Pferdekarren. Autos gibt es auf Gili Air nicht. Wir versuchten noch zu feilschen, aber die Preise auf Gili Air stehen fest. 100000 IDR, egal wohin. Dass wir dann doch einen Karren für 80000 bekamen war wohl tatsächlich Glück.

Der Karren ächzte ganz schön als wir ihn erst mit unseren Taschen und dann uns beluden und das arme Pferdchen hatte ganz schön zu schnaufen, ertrug sein Los aber mit stoischer Tapferkeit. Der Weg war gesäumt mit kleinen Geschäften, Bars und verschiedensten kleinen Bungalowanlagen – nur wenige Grundstücke waren unbebaut. Dort standen Palmen, grasten Kühe oder lagerte Baumaterial für die nächsten Bungalows. Schön aber war, dass der gesamte Strand um die Insel öffentlich und somit für jedermann zugänglich war. Zwischen Strand und Rundweg gab es nur ein paar Bars, während die Bungalows auf der anderen Seite des Wegs blieben. Es gab also nicht die von anderen Gegenden bekannte Vereinnahmung und Privatisierung der Küste durch die Resorts. Hoffentlich bleibt das so!

In Segar Villages wurden wir mit viel Freundlichkeit und einem Begrüßungstrunk empfangen. Wir hatten gleich einen der vorderen Bungalows mit Blick aufs Meer und zu unserem Erstaunen sogar einer kleinen Dachterasse mit Sesseln und Hängematte. Nur Barfuß lief man Gefahr, sich auf den dunklen Stufen die Füße zu verbrennen. Das Innere des Bungalows wirkte auf den ersten Blick wunderschön, auf den zweiten Blick roch es etwas modrig und an den Wänden sah man, dass die Feuchtigkeit den Wänden schon etwas zugesetzt hatte. Dafür schien die Klimaanlage nicht oder kaum zu funktionieren; vielleicht gab es da ja auch einen Zusammenhang. Naja.. wir wollten ja nur eine Nacht bleiben.

Wir hatten das Resort vor allem gewählt, weil es an der Ostküste der Insel lag, welche von einem Korallenriff quasi umarmt wurde. So konnten wir gleich vom Strand aus ein wenig schnorcheln gehen und die bunten Korallen und Fische der Gilis bestaunen, bevor wir uns für zwei weitere Nächte an den ruhigeren Weststrand zurückzogen. Etwa 50 Meter von unserem Bungalow entfernt gab es einen Verleih für Schnorchelutensilien – perfekt. Und so schnorchelten wir abwechselnd, während der jeweils andere bei Jelli blieb.

Janine übernahm die erste Schnorchelschicht und kam nach einer halben Stunde ganz aufgeregt aus dem Wasser und erzählte von einer Schildkröte, die da am Meeresgrund relaxte. Ich also hinterher! Und tatsächlich, nach vielen hundert Fischen und Korallen fand ich auch die Schildkröte und eine andere Schnorchlerin, die mich bat, mit ihrer Kamera ein Foto mit ihr und Schildkröte zu machen wenn Letztere zum Luftholen auftauchte. Gesagt getan, Foto im Kasten, merkten wir, dass die Schildkröte uns doch ziemlich weit rausgelockt hatte und die recht starke Strömung ihr Übriges tat, uns hinaus zu ziehen. Wenn man dann beim Schwimmen merkt, dass es kaum vorwärts geht, wird’s einem doch ganz schön mulmig. Aber wir schafften es sicher wieder ans Ufer.

Unweit des Resorts war ein Fahrradverleih und es gab tatsächlich Räder mit Kindersitz und so setzten wir zu einer kurzen Inselerkundung an. Wir mussten aber relativ schnell einsehen, dass man auf dem Sandweg mit Fahrrädern nicht weit kommt, ausgenommen man hat eines dieser Räder mit Ballonreifen, die uns vereinzelt entgegenkamen. Hatten wir aber nicht. So ergaben wir uns in unser Schicksal und blieben nach etwas Schieben an einer Strandbar hängen, während Jelli, der schon im Fahrradsitz eingenickt war, seinen etwas verspäteten Mittagsschlaf in einer Hängematte in der Bar fortsetzte. Das war echt süß, wie er da lag! Und wir freuten uns über ein ruhiges Stündchen mit Cocktails am Strand. Besser hätte uns Gili Air kaum begrüßen können.


Sonnenuntergangsstimmung vor der Cocktailbar

Jelli hatte nach zwei Nächten in Kuta seinen Jetlag übrigens überwunden, sich derweil aber ein etwas zweifelhaftes Einschlafritual angewöhnt. Er bestand jetzt darauf, dass man ihm zum Einschlafen das Tablet mit Sandmännchenvideos mit ins Bett legte, die er dann schaute, bis die Augen zuklappten. Daran führte auch fortan kein Weg mehr vorbei. Mal gucken, was das wird, wenn wir wieder zuhause sind. Da wird er sich eine derartige Sandmann-Session abschminken können. Jetzt im Urlaub ließen wir ihn aber gewähren, einfach auch um uns und den anderen Resort-Gästen nicht zuviel Stress zuzumuten. Erst kürzlich hatten wir dieses Wort in der Kita gelernt, das wir nun zuzuordnen wussten: Die Trotzphase hatte uns ereilt.

Nachdem Jelli also schlief, genossen wir noch den Blick von unserer Terrasse. Von der Strandbar schallte etwas Musik herüber und ich schrieb ein wenig in mein Journal. Es war wirklich traumhaft – bis ich dann zum Schlafen ins Bungalow ging. Dort lärmten Klimaanlage und Kühlschrank im Duett und die ganze Hütte schien unter dem Gedröhne zu beben und zu klappern. Es war unglaublich. Wie konnte eine so laute Klimaanlage so wenig Wirkung zeigen? Und wie konnte ein Resort sich so seine eigentlich sehr schöne Anlage ruinieren? Nacheinander schaltete ich die Lärmquellen ab, da dröhnte es aus dem Nachbarraum rüber, der von anderen Gästen bewohnt wurde. Irgendwie schlief ich dann aber doch noch ein.

Das Frühstück wurde am nächsten Morgen in der Strandbar serviert und so konnten wir staunend beobachten, wie die Ebbe das Wasser weggezogen und die Korallen freigelegt hatte. An Schnorcheln war unter diesen Umständen natürlich nicht mehr zu denken und so brachte ich die Flossen und Brillen zurück und wir packten unseren Kram für den Umzug an die Westküste ins Vyaana Resort.
linkpost comment

Lombok Day Tour [Nov. 18th, 2016|07:32 am]
Jon
[Tags|, , ]

Für den 16. November hatten wir uns mit Indar zu einer Tagestour zum Mount Rinjani verabredet und so wartete er pünktlich um 6 Uhr morgen in der Einfahrt des Resorts mit strahlendem Lächeln vor seinem 24 Jahre alten Toyota Kijang, dem man sein Alter wahrlich kaum anmerkte. Die Fahrt sollte etwa 3 Stunden dauern, was uns zunächst überrascht hatte, da die Insel doch kaum größer als Rügen zu sein schien. Bei unserer Fahrt zum Tanjung Aan Beach gewannen wir jedoch schon ein gewisses Gefühl für die Beschaffenheit der hiesigen Straßen und dabei hatten wir noch nicht den Berufsverkehr berücksichtigt, in den wir schließlich um Praya herum hineingerieten. Ein Gewusel sondergleichen.

Blöderweise schien die schaukelige Fahrt unserem Jelli nicht so sehr zuzusagen, so dass er nach etwa einer Stunde seine längst vergessene Frühstücksbanane auf die Rückbank des ehrwürdigen Toyotas beförderte. Er war danach zwar wieder blendend drauf, aber nur, bis wir wieder zur Fahrt ansetzten. Wir beschlossen, die Tour abzubrechen. Wir hatten gerade einmal ein Drittel der Strecke geschafft und wir mussten den ganzen Weg ja letztlich auch wieder zurück, in Summe lagen also noch etwa fünf Stunden Fahrt vor uns. Das konnten wir dem Kleinen kaum zumuten, der ja schon nach einer Stunde kaum noch klar kam.

Indar schlug vor, zu einem schönen Strand unweit von Kuta zu fahren, wo wir noch etwas entspannen könnten und so kam es dann auch. Auf dem Weg dahin konnten wir das einheimische Leben in den Dörfern beobachten, Indar über die Gepflogenheiten ausquetschen und machten Halt in einer traditionellen Weberei, wo noch per Hand mit nur wenigen Hilfsutensilien Stoffe mit vielfältigen Mustern und Farben gewebt wurden. Bis auf Gold- und Silberfäden waren wohl alle Zutaten aus lokaler Herstellung. Dieses alte Handwerk war schon ziemlich beeindruckend.



Schließlich erreichten wir den Pantai Selong Belanak, einen ruhigen und gepflegten Strand etwa 14 Kilometer westlich von Kuta mit einem ansprechenden Restaurant + Bar, in dem wir uns direkt ein paar Cocktails und später etwas zu Essen bestellten.



Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Umweg zum Symbiosis Surf Camp, welches von unserem Freund Daniel jahrelang mit aufgebaut wurde und von seinem Freund Rasi auf Lombok betrieben wird, den wir so endlich mal kennengelernt haben. Interessanterweise stand das Haus des Surf Camps mal direkt am Strand von Gerupuk– inzwischen ist es in der dritten Reihe und von Strand keine Spur mehr. Der Strand wurde nach und nach bebaut und mittels Mauern dem Meer immer noch etwas mehr Land abgezwackt, so dass die vorderste Küstenlinie inzwischen zwei Häuserreihen vor der Surfstation liegt – von Strand keine Spur mehr. Ist schon verrückt, irgendwie. Man stelle sich vor, man baut ein Business direkt am Strand und 10 Jahre später,... alles anders.

Tja.. ist schon schade, dass wir in diesem Urlaub wohl nicht zum Mount Rinjani kommen werden. Da hätte es doch nochmal eine ganz andere Landschaft als an der Küste zu sehen gegeben. Andererseits gehört das eben auch zu den Einschränkungen zum Reisen mit kleinem Kind. Lieber so als gar nicht. Wir haben ja stattdessen andere Dinge gesehen und erlebt und hatten einen schönen Tag zusammen. Müssen wir für Mount Rinjani dann wohl später nochmal herkommen. :-)
linkpost comment

navigation
[ viewing | most recent entries ]
[ go | earlier ]