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Pussy Riot in Berlin

Heute spielt Pussy Riot, frisch aus Russland geflüchtet, im Funkhaus Nalepastraße und ich kann leider nicht hingehen. :(

Besonders spannend: Sängerin Aljochina war noch vergangene Woche im Hausarrest in Russland, der ihr im Zusammenhang mit einem Instagram-Post von 2015 und einem Demonstrationsaufruf für den inhaftierten Kreml-Gegner Nawalny auferlegt worden war. Der Musikerin und Aktivistin gelang die Flucht über Island, indem sie sich von dem elektronischen Tracking-Armband löste und als Essenslieferantin getarnt, die Polizeibeamten vor ihrer Tür täuschte. Von Island aus wird sie nun mit einem isländischen Pass nach Berlin reisen, um ihre Show auf die Bühne des Funkhauses zu bringen. Die gesamten Einnahmen werden an minderjährige ukrainische Flüchtlinge gespendet.


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Ziele sind wichtig(?)

"If you don't know where you're going, you might not get there" — Yogi Berra

vs.

"Wer keine Ziele hat kann auch nicht scheitern, sondern reist auf einer nie endenden Straße des Erfolgs." — Horst Evers.


Hmmm.
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Radtour um Schleswig Holstein

12. September. Mit dem Flixbus nach Hamburg, und auf die Bikes, fertig, los. Einmal rund um Schleswig-Holstein, war der Plan. Wurde gemacht - so ziemlich. Zwei deutsche Weltmeere galt es zu besichtigen, Nordsee und Ostsee, die unterschiedlicher kaum sein könnten – wenn man mal alle anderen Weltmeere außen vor lässt.

Also Start Hamburg, erst einmal kurze Besichtigung der Speicherstadt und des Miniaturwunderlandes (ziemlich geil). Unser persönliches Highlight: wir waren in (gefühlt) stundenlanger Suche zu blöd, einen anständigen Imbiss mit Fischbröchen zu finden und als wir dann zwischendurch mal kurz dachten, dann eben ein Eis, machte die Eisdiele, an der wir anstanden, kurzerhand zu; die Dame hinter'm Tresen hatte den Bottich mit Schokosauce ausgekippt. Na gut. Dann eben kein Eis. Aber zuletzt dann doch Fischbrötchen, gleich beim Ableger der Shuttle-Boote zum König-der-Löwen-Musical.



Entlang der Elbe kamen wir dann zur Nordsee und fuhren dort mal vor und mal hinter'm Deich, aber vor allem immer mitten durch, durch die Schafskacke. Ein prägendes Erlebnis.








Dann auf einem Zeltplatz die Erleuchtung. Das isses. Sunny und Chair!




Und dann ließen wir plötzlich Schafsterrain hinter uns und sahen Strand. Natürlich nicht ohne, dass wir von einem äußerst souverän auftretenden Touristenopa angepöbelt wurden. "Könnt ihr nicht einmal die einfachste Regel befolgen, dass auf dem Deich kein Fahrrad gefahren wird???? Aus was für einer Assi-Gegend kommt ihr eigentlich?"

Dafür war Mittwoch und genau diesen einen Mittwoch hatte natürlich das Strandcafé in Hans Peter Ohrring zu. Und so schoben wir weiter.





Manchmal hatten wir nicht nur Regen, sondern auch Wind.






Schafskacke-Ex:




Und zack rüber nach Flensburg und zur Ostsee und die Küste entlang bis nach Kiel, wo ein Zug der deutschen Bahn schon auf uns und unsere Drahtesel wartete.



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El Hierro: Noch einmal quer über die Insel

Ganz oben im ewigen Nebel El Hierros gibt es den Garoé, den heiligen Baum. Das ist ein Lorbeerbaum, von dessen Art auf der ganzen Insel nur dieser eine Baum existierte und an dessen Blättern das Wasser aus der Luft kondensierte und herabtropft. Dummerweise wurde der Baum im 17. Jahrhundert von einem Sturm umgepustet und war dann erst einmal weg(?). Erst 1949 pflanzte man einen neuen Lorbeer hin und "verkauft" diesen jetzt den Touristen als den heiligen Baum - wobei die Schilder im Kleingedruckten natürlich verraten, dass das nur noch ein Symbolbaum ist.

Einzigartig war für uns also nicht so sehr der Baum, aber dafür eine kleine kupferglänzende Eidechse an seinem Fuße, die wir so auf der Insel noch nicht gesehen hatten.




Von dort machten wir uns zu einem kleinen Spaziergang in den umliegenden Wacholder-dominierten Nebelwald auf.








Und am letzten Tag nochmal Vulkanlandschaften inspizieren...