?

Log in

JBlog [entries|archive|friends|userinfo]
Jon

[ website | www.jonkowal.de ]
[ userinfo | livejournal userinfo ]
[ archive | journal archive ]

Links
[Links:| Ellis'nYard - my Band ]
[GPG fingerprint:| A5A3 C451 42FF 8D01 E375 3EA2 C97E AD2E 9923 8843 ]

Guiding Hands [Apr. 8th, 2016|11:12 am]
Jon
[Tags|, , , ]

linkpost comment

Millionär stolpert, penetriert Frau [Dec. 17th, 2015|09:26 am]
Jon
[Tags|, ]

Vergewaltigung? Nein, ich bin gestolpert!
Ein Mann stolpert, fällt auf eine Frau – und dringt dabei zufällig mit dem Penis in sie ein. Klingt absurd? Ein wegen Vergewaltigung angeklagter Millionär ist in London trotzdem freigesprochen worden.
linkpost comment

Short Film: Uncanny Valley [Dec. 16th, 2015|07:36 pm]
Jon
[Tags|, , ]

linkpost comment

Finale [Nov. 27th, 2015|10:14 pm]
Jon
[Tags|, , , , ]

Nach drei unbeschreiblichen Tagen und Nächten im Pangkor Laut Resort kehrten wir auf den Boden der Tatsachen zurück und um den luxuriösen Moment noch etwas zu verlängern, nahmen wir ein Taxi für die 200 Kilometer nach Kuala Lumpur und nicht den Bus. In Asien kann man sowas schonmal bringen. Und es gab auch rationale Gründe.

Und da sind wir nun. Im Apartmenthotel Fraser Place, in welchem wir schon letztes Jahr abgestiegen waren, und blicken zurück auf einen irren Urlaub mit einem überwältigenden Spannungsfeld zwischen Höhen und Tiefen, einen Trip, den wir nicht mehr missen möchten, der uns stärker gemacht aber auch neue Grenzen aufgezeigt hat.

Kuala Lumpur ist noch immer die pulsierende Metropole, die uns letztes Jahr schon beeindruckte, die Berlin wie ein kleines Provinznest erscheinen lässt. Wir waren shoppen heute, unser schon fast traditioneller Ausklang eines Asientrips. Und wir waren wieder in dem Thai Restaurant, wo Jelle letztes Jahr so fürsorglich umsorgt wurde. Das war echt witzig, Jelli wurde sofort wiedererkannt und standesgemäß betütelt. Und während Janine später nochmal auf eigene Faust losdüste, verbrachten Jelli und ich den Nachmittag am und im Pool auf der Dachterrasse im 18. Stock des Hotels.

Am Sonntag Abend nehmen wir den Flug zurück und sind doch erleichtert, dass der angekündigte Streik der Lufthansa Cabin Crew doch noch abgesagt wurde.

linkpost comment

Pangkor Laut Resort Impressions [Nov. 26th, 2015|10:46 pm]
Jon
[Tags|, , , , , ]


linkpost comment

Pangkor Laut Resort [Nov. 26th, 2015|09:51 pm]
Jon
[Tags|, , , ]

Nachdem wir im Lost Paradise Resort ein ergreifend persönliches und familiäres Ambiente zurück gelassen hatten, fanden wir am Empfangsdesk des Pangkor Laut Resorts auf dem Marina Island von Lumut eine völlig anders geartete Zuvorkommenheit und Freundlichkeit vor. Durchgestyled und professionell, aber nicht minder aufrichtig und persönlich fühlten wir uns empfangen. Das Gepäck wurde uns abgenommen, man würde es nach der Überfahrt direkt aufs Zimmer bringen. Der Begrüßungstrunk war schnell geleert und anschließend hatte Jelle noch genügend Zeit, im Wartebereich die übrigen Ankömmlinge mit uns bekannt zu machen.

Das Schnellboot ließ die Hauptinsel Pulau Pangkor rechts liegen und steuerte direkt die kleine Nachbarinsel Pangkor Laut an, auf der sich das Resort befand. Die Insel war das Resort, kann man eigentlich sagen, da alle Infrastruktur auf der Insel zum Resort gehörte: die Restaurants, das Spa Village, der Strand und natürlich die verschiedenen Villen am Wasser und am Hang. Eigentlich genau die Sorte vereinnahmender Luxusresorts, die wir auf anderen Inseln bisher vertäufelten. Jetzt ließen wir uns voll in seinen Bann ziehen.

Feierlich aufgereit standen mehrere Angestellte in uniformen Gewändern am Anleger, um uns zu empfangen. Wir fragten uns langsam wirklich, ob wir im (richtigen) Film wären. Wir wurden zur Rezeption geleitet und erhielten dort eine Erklärung der Bereiche des Resorts und einen kleinen mobilen Wlan-Hotspot, mit dem wir überall auf der Insel unser eigenes kleines Wlan hätten. Anschließend wurden wir zwei Kurven den Hang hinauf geführt, wo sich der Zugang zu unserer Hill Villa befand. In dem Baum direkt vor der großen Terasse saß wie hindrapiert ein Hornbill (Nashornvogel?) und beobachtete uns neugierig. Hinter ihm das Meer und in der Ferne Pulau Pangkor.

linkpost comment

Penang - Part 3 [Nov. 26th, 2015|10:57 am]
Jon
[Tags|, , , , ]

Die Vorfreude auf das Lost Paradise Resort wurde leider getrübt, weil Jelli über Nacht über 39 Grad Fieber hatte und zum Morgen keine Besserung in Sicht war. Nach Übergabe der Wohnung fuhren wir also erstmal zu einer nahe gelegenen Klinik, die uns von der Hotelrezeption empfohlen wurde. Allein Ann, unsere Vermieterin, warnte, dass man dort recht leichtfertig mit dem Verschreiben von Antibiotika sei. Und so war es denn auch: Ohne klare Indikation, allein mit der Begründung "das Fieber müsse ja irgendwo her kommen" hielten wir nach kurzem Arztbesuch ein Fläschchen Antibiotika in der Hand und ein weiteres zum Fiebersenken.

Das Antibiotikum verabreichten wir erstmal nicht und das Mittel zum Fiebersenken schien Jelli gut zu schmecken, entfaltete die erhoffte Wirkung aber nicht. Im Gegenteil, Jelli hatte nun auch noch Durchfall. Am nächsten Morgen fragten wir an der Lost Paradise Rezeption, ob es noch einen anderen Arzt in der Nähe gäbe und erfuhren, dass der Besitzer des Resorts selbst Kinderarzt sei und eine Klinik in Georgetown leiten würde. Also ließen wir das Wohlfühlambiente des Resorts vorerst hinter uns und begaben uns in das Wohlfühlambiente der Kinderarztpraxis von Dr. Chew. Die so genannte Hope Clinic stand dem Resort in kaum etwas nach und man hätte dort problemlos Stunden warten können, ohne ungeduldig zu werden. Dass Sonntag war, schien keine Rolle zu spielen. Etliche kleine Kinder tollten in dem Wartebereich, der ein einziger großer Spielplatz war, die Türen zu den Behandlungszimmern waren stets geöffnet und vermittelten eine Omnipräsenz des Arztes, der mal hier, mal dort herumwuselte und mittendrin jeden herzlich begrüßte, dem er über den Weg lief. Und während Jelle gerade eines der Klettergerüste erklomm, wurden wir unverhofft aufgerufen und platzierten uns gegenüber des über beide Ohren lachenden Chinesen mit der Mickey Mouse Krawatte. Jelli wurde auf Herz und Nieren von Dr. Chew untersucht und dabei jedes Detail auf englisch kommentiert. Wir waren überwältigt von der Herzlichkeit und Gründlichkeit und Anteilnahme des Arztes. Er erzählte, dass dem Kind vor Jelli Blut abgenommen werden musste, mit starkem Verdacht auf Dengue Fieber, da rutschte uns kurz das Herz in die Hose, aber bei Jelli sähe es nach einer einfachen viralen Infektion aus, das Antibiotikum sollten wir schön weiter zurückhalten. Inklusive Medikamente zahlten wir am Ende 80 Ringit, circa 17 Euro. Wahnsinn.

Bei der Rückkehr in das Resort staunten wir nicht schlecht ob der vielen Menschen, die dort am Pool standen. Von unserem Balkon konnten wir dann sehen, was geschah und trauten unseren Augen kaum. Eine Kirchengemeinde hatte sich versammelt und taufte etliche Mitglieder im Pool. Unter Gebeten und Gesang traten nacheinander jüngere und ältere Menschen vor und wurden vom Pfarrer im Pool untergetaucht. Amen.

Wir verbrachten den Rest des Tages im Resort und entspannten, schwommen im bestimmt 20 Meter langen Pool und spielten mit Jelli Ball zwischen den Häusern. Zum Abend brach wie gewohnt der heftige Monsunregen samt Wind, Blitz und Donner über das Land herein, nach ein/zwei Stunden war der Spuk aber vorrüber und während Jelli bereits schlief, legten wir bei einem Cider auf dem Balkon die Füße hoch und blickten aufs Meer. Wirklich schade, dass wir am nächsten Morgen schon wieder weg mussten. Aber wir hatten ja das Pangkor Laut Resort bereits fest gebucht.

Um nicht mit dem kränkelnden Jelle über drei Stunden Bus zum Pangkor-Fähranleger in Lumut fahren zu müssen, fragten wir bei der Mietwagenagentur, ob wir den Wagen nicht auch in Lumut zurückgeben könnten. Und tatsächlich, auch das war (gegen Aufpreis) kein Problem, man würde einen Mitarbeiter mit dem Bus nach Lumut schicken. Und so kam es dann auch und wir standen einen Tag später um 15:30 Uhr auf Marina Island in Lumut im luxoriösen Empfangsbereich des Pangkor Laut Resorts.

linkpost comment

Penang - Lost Paradise Resort [Nov. 25th, 2015|11:32 pm]
Jon
[Tags|, , , ]


linkpost comment

Penang [Nov. 25th, 2015|11:20 pm]
Jon
[Tags|, , , , ]





Georgetown




Nationalpark
























linkpost comment

Penang - Part 2 [Nov. 25th, 2015|11:09 pm]
Jon
[Tags|, , , ]

Unseren dritten Tag auf Penang widmeten wir dem Nationalpark, in dem verschiedene Wanderrouten ausgeschildert sind. Nach kurzer Registrierung und Beratung in der Parkinformation entschieden wir uns für die etwa eineinhalb stündige Wanderung zum Kerachut Beach. Dorthin bestellten wir ein Boot, welches uns 13 Uhr abholen und erst zum Monkey Beach und anschließend zurück zum Ausgangspunkt bringen sollte.

Die Wanderung war anstrengender als gedacht, weil auf die circa 3,4 Kilometer etliche Höhenmeter sowohl hoch als auch wieder runter zu bewältigen waren. Jelli verbrachte die meiste Zeit in der Kraxe und hatte Spaß dabei, die Blätter links und rechts des Wegs abzureißen. Zwei/drei Mal wurden wir von anderen Wanderern überholt ansonsten hatten wir den Weg für uns. Unberührte Natur (Dschungel), Ameisen und ein paar Schmetterlinge... nicht spektakulär, aber wirklich schön, besonders im Kontrast zu den Bettenburgen an den Stränden außerhalb des Nationalparks, wozu auch unser Domizil zu zählen war.

Am Ziel der Wanderung fanden wir einen traumhaft breiten, Palmen gesäumten Sandstrand vor und wären am liebsten direkt ins Wasser gesprungen, aber da war auch dieses Schild, welches vor Feuerquallen warnte und die Zahl der Todesopfer von 2014 aufzählte. Wie ein weiser Freund von mir zu sagen pflegt: irgendwas ist echt immer. Gingen wir also nicht baden und fragten den Ranger in seiner Hütte am Strand, wie schlimm die Quallensache am Monkey Beach wäre. Nicht so schlimm wie hier, sagte er mit einem breiten zahnlückrigen Grinsen; wasauchimmer das hieß. Aber er war wirklich ganz nett und erzählte uns auch von der Schildkrötenaufzuchtstation am anderen Ende des Strandes, der Janine denn auch gleich einen Besuch abstattete, während ich Jelli und unsere Fressalien vor neugierigen Äffchen rettete.

Zusammen mit dem inzwischen eingetroffenen Bootsführer wartete ich auf Janine und als sie dann von den süßen Babyschildkröten zurück kam fuhren wir los zum Monkey Beach. Der war ebenso schön wie der vorige Strand, aber eine Spur touristischer, es gab nämlich ein paar Stühle und zwei Garküchen mit warmen Speisen und kalten Getränken, die wir gern in Anspruch nahmen. So blieben wir noch etwas über zwei Stunden am Monkey Beach, aßen, tranken, badeten und fotografierten freche Äffchen, die sich über unbeaufsichtigte Speisen her machten. Und wir staunten mal wieder über die moderne Strand- und Badebekleidung der (vermutlich) arabischen Touristen, die  im krassen Kontrast zur traditionellen Kleidung der weiblichen Begleitung stand, die außer einem Schlitz um die Augen nicht sonderlich viel Haut zeigte. Es wirkte schon skandalös, als eine der dunkel bekleideten Damen beim Verlassen des Boots die Burka etwas anhob, wodurch ein paar nackte Füße und gemusterte Leggins sichtbar wurden.

Bei der Rückfahrt vom Nationalpark fiel uns am Straßenrand die Reklame zum Lost Paradise Resort auf, welches wir uns von Neugier getrieben auch gleich anschauten. Von der Hauptstraße führte eine einspurige, steile Zufahrt einen Hang hinab in die Anlage und dort tat sich ein wahres Paradies auf. Eingebettet in ein Meer aus Pflanzen und Wasserläufen standen mehrere Häuser, jeweils individuell gestaltet mit Gemälden und anderen Verzierungen, verbunden durch einen bunt gefliesten Weg... traumhaft. Als wir unsere Begeisterung kund taten, erfuhren wir, dass noch zwei "Seaview" Suiten frei wären und als wir kurz ob des Preises stutzten, bot uns die engagierte Empfangsdame auch gleich einen ordentlichen Rabatt an. Da konnten wir nicht widerstehen und buchten die größere der beiden Suiten nach einer Besichtigung für die zwei noch nicht verplanten Nächte. Und so zogen wir am nächsten Tag um.

linkpost comment

Penang [Nov. 24th, 2015|10:52 pm]
Jon
[Tags|, , , , ]

Am 17. November verabschiedeten wir uns nach Müsli und Corn Flakes mit überschwänglicher Gestik und wenigen Worten von unserer chinesischsprachigen Gastgeberin und fuhren nach Kuah zur Fähre nach Pulau Penang. Die Übergabe des Mietwagens am Fährterminal gestaltete sich unkompliziert und so saßen wir kurz darauf in unseren Sitzen des Schnellboots. Auf dem Fernseher lief ein amerikanischer Kriegsfilm, der Jelli zu langweilig war, so dass er plangemäß in meinem Arm einschlief und erst kurz vor Ankunft, etwa drei Stunden später, wieder aufwachte. So weit perfekt. Musste nur noch die Sache mit dem Mietwagen klappen.

Ich hatte am Vorabend recht kurzfristig einen Wagen zur Übergabe am Terminal in Penang angefragt, allerdings einen Rückruf der Agentur verpasst, so dass nun nicht klar war, ob der Wagen da sein würde. Die Spannung währte nicht lang. Wir kamen und der Wagen war natürlich nicht da, so dass wir dem aufdringlichsten Taxifahrer nachgaben und uns im strömenden Regen von der Vermieterin per Telefon zum Rainbow Paradise Hotel lotsen ließen, wo sie auf uns warten würde. Zu unserer Überraschung befand sich das per Airbnb gemietete Appartment "ThePlace2Be" auch direkt im Hotel. Es war quasi eines der Hotelzimmer, welches aber einen privaten Eigentümer hatte. Das Appartment war schön und es fehlte uns an nichts, aber ein wenig angenervt waren wir schon, nun doch in einem großen Hotel zu hocken, was wir ja eigentlich nicht wollten. Dann beging Janine auch noch den Fehler, mal zu schauen, was so ein Appartment zu Hotel-Konditionen kosten würde und stellte fest, dass es bei deutlich günstigerem Preis auch noch Frühstück enthielt. Das drückte denn kurz die Stimmung.

Da das Hotel einen großen Pool und einen kleinen Spielplatz hatte, blieben wir den nächsten Tag erstmal dort, um etwas zu entspannen und die nähere Umgebung kennenzulernen. Ab dem Tag darauf mieteten wir erneut einen Wagen, wobei wir Rückgabedatum und -ort noch offen ließen. Die Entspanntheit und Flexibilität der Asiaten überwältigte uns mal wieder. Schon auf Langkawi hatten wir bis zuletzt offen gelassen, wann und wo wir den Wagen zurückgeben. Echt super Service von Kasina.

Die Umgebung des Hotels war letzlich nicht so prickelnd und entsprechend schlecht unser erster Eindruck von Penang und so freuten wir uns nach der zweiten Nacht, als der bestellte Mietwagen vor der Tür stand: unsere Chance wegzukommen und was zu sehen. Wir umrundeten noch am selben Tag die Insel und entdeckten den dünner besiedelten Westen, einen großen Stausee und frische Bergluft im Zentrum und das historische Georgetown mit Welterbetitel der Unesco im Osten. Letzteres aber nur kurz, weil Jelli nicht so sehr für alte Architektur zu begeistern war. Außerdem hatte der abendliche Monsunregen bereits eingesetzt. Für den nächsten Tag planten wir etwas gezielter, nämlich eine Wanderung im Nationalpark im Nordwesten der Insel.

linkpost comment

Langkawi - Fishing Village at low tide [Nov. 24th, 2015|10:50 pm]
Jon
[Tags|, , , , ]






linkpost comment

Langkawi - Part 7 - Seven Wells [Nov. 23rd, 2015|11:28 pm]
Jon
[Tags|, , , , ]

An unserem letzten Tag auf Langkawi sind wir nochmal auf eigene Faust los, mal wieder ohne konkreten Plan. Als erstes wollten wir mal zum Cable Car schauen, einer ziemlich steilen Seilbahn, die so ziemlich jeden Langkawi-Touristen auf den kleinen Berg im Westen der Insel schleppt. Der Aussicht wegen. Und, weil man da oben gegen Extragebühr auch noch über eine berühmte Hängebrücke laufen kann. Nachdem wir aus Erzählungen Anderer vom Andrang auf die Seilbahn gehört hatten, waren wir doch ziemlich abgetörnt, aber mal hinfahren konnte ja nicht schaden und nebenan gab es wohl auch noch einen Wasserfall zu bestaunen.

Der volle Parkplatz beim Cable Car ließ uns denn auch sofort weiterfahren und so landeten wir kurz darauf auf dem ziemlich leeren Parkplatz beim Seven Wells Wasserfall. Kaum geparkt stand da wie aus dem nichts so ein humpeliger Alter vor uns und wollte Parkgebühr. Umgerechnet 70 Cent oder so. Kein Betrag, wo man jetzt groß zu diskutieren anfängt, aber, ... da kann ja jeder kommen! Hab dann aber doch gezahlt, wirkte auf unterschwellige Art doch offiziell. Und ich bekam auch einen Schnipsel, den ich unter die Windschutzscheibe legen sollte.

Wir fragten den Typen dann auch gleich, wo's hier zum Wasserfall geht und folgten der Da-Lang-Handbewegung mit Jelli am Arm und der Kraxe auf dem Rücken. Der Weg zum Wasserfall war befestigt, führte aber etwa 300 Stufen den Berg hoch. Wir zählten laut mit, um Jelli zu motivieren, aber bei Stufe 100 war die Luft raus. Immerhin. Wir setzten ihn in die Kraxe und weiter gings. Am Wasserfall eröffnete sich ein regelrechtes Badeparadies. Der große Fall ergoss und verzweigte sich in mehrere kleine Becken, manche im Schatten, andere in der Sonne, und etliche Besucher ließen es sich dort gut gehen. Fast schon normal waren für uns inzwischen die moslemischen Frauen und Mädchen, die in kompletter Montur samt Schleier ins Wasser stiegen. Dagegen fielen die freizügigen Westeuropäer oder Chinesen schon regelrecht auf.

Jelli ließ sich hier erstmals für Wasser außerhalb der Badewanne oder einer Straßenpfütze begeistern und stieg mit mir in knöcheltiefes Wasser, sammelte dort Steinchen und warf sie mit unendlicher Begeisterung wieder hinein. Janine rettete derweil eine wild mit den Armen rudernde Touristin aus einem der tieferen Becken vor dem Ertrinken. Kein Witz. Die konnte nicht schwimmen und das Becken sah gar nicht so tief aus, meinte sie. All die anderen Touris drumrum schauten nur dumm auf das Schauspiel, ohne sich zu rühren. War schon etwas grotesk.

Nach dem Wasserfall gingen wir zurück zu dem treppenartigen Weg und fragten uns, was da weiter oben wohl noch käme. Seven Wells war ausgeschildet, mit noch über 300 Stufen zu steigen. Jelli wollte gleich wieder in die Trage und so schnauften wir los nach oben. Jelli schlief derweil ein. Viele Stufen später erreichten wir Seven Wells, eine weitere Badestelle oberhalb des Wasserfalls und eine Aussichtsplattform. Letztere war wie eine halbe Brücke über den Bach gespannt, mit gläsernem Boden am Ende mitten über dem Wasser. Wirklich ganz nett. Am Nachbarhang sahen wir die Seilbahn fahren.

linkpost comment

Langkawi - Part 6 - Urlaubsplanung [Nov. 22nd, 2015|08:15 pm]
Jon
[Tags|, , , ]

Nachdem wir Jelle im Anschluss an die Mangroven Bootstour ins Bett gebracht hatten, mussten wir uns wieder dem Ernst des Lebens stellen: der Urlaubsplanung. Wir hatten nur noch zwei Nächte im Seaside Guesthouse und für danach noch keine konkreten Planungen. Für uns stand fest, dass wir von Langkawi weg wollten und noch was anderes sehen, nur wohin? Das nahe liegendste Ziel, Koh Lipe, hatte sich als zu teuer herausgestellt also recherchierten wir in alle Richtungen: Krabi in Thailand, Penang in Malaysia, Sumatra in Indonesien, ja vielleicht wirklich noch Lombok oder Bali? Alles hatte sein Für und Wider, am Ende siegte aber der Wunsch, den Reiseaufwand klein zu halten, um uns und Jelli nicht noch unnötig zu stressen. Also Penang.

Von Langkawi gab es eine Fähre, die in drei Stunden nach Pulau Penang fährt, einer Insel etwa 150 Kilometer südlich von Langkawi. Die Suche der Unterkunft gestaltete sich mal wieder Mal kompliziert, was vor allem an unseren scheinbar anspruchsvollen Vorstellungen lag. Bungelow oder Wohnung am Strand, höchstens 60 Euro/Nacht, keine große Hotelanlage,... kann doch nicht so schwer sein, dachten wir. Fehlanzeige. Gab es da nur Hotelbunker? Nach langem Suchen und Abwägen entschieden wir uns erneut für ein Angebot per Airbnb, "ThePlace2Be", eine Wohnung direkt am Strand im Norden der Insel für vermeintlich 60 Euro, mit Airbnb Gebühren dann aber doch eher 69 Euro pro Nacht. Wir buchten erstmal 4 Nächte. Um die Reise weitestgehend zu komplettieren, buchten wir noch 3 weitere Nächte in einem Luxusresort auf der Insel Pangkor Laut (man darf sich ja auch mal was gönnen) und drei Nächte in Kuala Lumpur in dem Apartment Hotel, das uns letztes Jahr so begeisterte. Damit blieben nur noch zwei Nächte zwischen Penang und Pangkor frei, die wir uns als Reserve ließen, da wir noch nicht wussten, wie wir von Penang nach Pangkor kommen würden.

Und wieder war ein Abend rum. "Kurz" mal was recherchiert und plötzlich ist Mitternacht. Mit der gesichterten Planung konnten wir aber beruhigt einschlafen und auch den letzten Tag auf Langkawi entspannt genießen.

linkpost comment

Langkawi Mangrove Tour [Nov. 21st, 2015|03:50 pm]
Jon
[Tags|, , , , , ]


linkpost comment

Langkawi - Part 5 - Mangrove Tour [Nov. 21st, 2015|03:33 pm]
Jon
[Tags|, , , ]

Gegen 9:30 Uhr wurden wir vom Guesthouse zu unserer Bootstour abgeholt. Wir stiegen jedoch nicht in den Shuttle Bus sondern folgten ihm im Mietwagen, um bei der Rückkehr unabhängig zu sein. Eine gute Entscheidung, bestätigte uns der Fahrer des kleinen Minivans, weil es vor Ort noch einiges auf eigene Faust zu erkunden gäbe, und sei es nur der Strand.

Wir folgten dem Kleinbus in den Norden der Insel bis in ein per Security geschütztes Naturschutzgebiet, wo wir direkt an einem Traumstrand parkten, an dem nach und nach Boote anliefen und wieder abfuhren. Am Horizont konnte man bis Thailand blicken. Nach 10 Minuten fuhr auch unser Boot und siehe da: der nette Busfahrer war auch unser Guide. Pedro sollten wir ihn nennen, weil sein richtiger Name für Ausländer zu schwer zu merken wäre. Recht hatte er, so im Nachhinein betrachtet.

Mit dem kleinen überdachten Boot mit ca 10 Sitzplätzen tuckerten wir los, erst ein Stück die Küste entlang und dann hinein in das Mangrovendickicht. Vom Boot sahen wir allerlei Tiere: kleine Krabben, sich paarende Schlangen, schwimmende Makaken, Adler und vor allem ganz viel unberührte Natur. Es war wirklich schön und wir waren froh, mal dem ganzen Zivilisationsgewusel zu entkommen.

Jelli fand richtig Spaß am Bootfahren und lachte bei der Fahrt übers Meer in den Fahrtwind hinein. Bei der Rückfahrt im Boot schlief er dann ein, so dass wir ihn am Strand in den Buggy legten und noch schlafen ließen, während wir gebratene Nudeln und ein paar Fruchtdrinks genossen. Erst als zum späten Nachmittag hin Regen aufzog, fuhren wir ab, mit schönen Erinnerungen und vielen Fotos im Gepäck.

linkpost comment

Langkawi Ironman Pictured [Nov. 20th, 2015|11:08 pm]
Jon
[Tags|, , , , , ]






Diana Riesler - first female


Second female


First and second male.


Eisvogel auf Strommast unweit der Laufstrecke.
linkpost comment

Langkawi - Part 4 - Ironman [Nov. 20th, 2015|10:29 pm]
Jon
[Tags|, , , , ]

Samstag, der 14. November, war der Tag des Malaysian Ironman auf Langkawi. Den Schwimmstart um circa 7 Uhr morgens verschliefen wir erwartungsgemäß und als wir gegen 13 Uhr in der Wechselzone am Flughafen aufschlugen, hatten die ersten bereits ihre 180 Kilometer Radtour hinter sich, aber ein Großteil der Spitzenleute trudelte gerade erst zum Wechsel ein, so zum Beispiel Diana Riesler, die schnellste Frau des Rennens. Während die Radler einliefen, um kurz darauf als Läufer ihren Marathon anzutreten, kam von der Laufstrecke schon die Spitzengruppe nach vollendeter erster Laufrunde rein. Muss doch komisch sein für die, die gerade vom Rad steigen, wenn sie auf der Laufstrecke zu denen stoßen, die schon den halben Marathon rum haben.

Die Stimmung in der Halle war ausgelassen. Kommentatoren lieferten über Lautsprecher Details zu den Läufern und wir ließen uns anstecken und fieberten mit. Und Jelli, der wuselte mittendrin mit rum und als wir mal einen Augenblick nicht aufpassten, hatte er schon seine Trinkflasche durch das Gitter auf die Laufstrecke geworfen. Peinnnlich! Ein Ordner fischte sie für uns heraus. Beim zweiten Mal (noch peinlicher) kickte ein Läufer sie zu uns rüber.

Um nicht nur in der Halle zu hängen, beschlossen wir noch an Stück weiter an die Strecke zu gehen. Mit "gehen" meine ich natürlich "fahren". Bei der Bullenhitze an diesem besonders sonnigen Tag wollten wir uns wirklich nicht länger als nötig in unklimatisierten Räumen bewegen. Sollten sich doch die Eisenmänner das antun; wir nicht! ;-)

Wir fuhren mit dem Auto an eine offenbar nicht so bekannte Stelle der Laufstrecke, kurz vor dem Zieleinlauf. Dort standen wir eine gute Zeit lang allein und schauten aus dem Auto den Läufern zu. Die meisten kamen vom Flughafen und starteten in ihre erste oder zweite Laufrunde, und ein paar liefen in Gegenrichtung und beendeten ihre erste Runde. Gespannt warteten wir, ob wir die Spitzengruppe erkennen würden. Nach einer Weile hielt ich die Spannung nicht aus und stellte mich mit der Kamera an die Strecke. Janine blieb im kühlen Auto bei Jelli. Der schlief.

Auf einmal kamen sie, die ersten zwei, begleitet von zwei Fahrrädern mit Schildern: "first male" und "second male". Kaum den Auslöser gedrückt, waren sie auch schon vorbei. Verdammt schnell. Die waren also kurz vor fertig. Kurz darauf sah ich eine Frau in Gegenrichtung, begleitet vom Fahrrad "second female". Die hatte also noch einen halben Marathon vor sich.

Nachdem wir also die besten der Besten gesehen hatten, verließen wir das Spektakel und steuerten das Guesthouse an. Leichter gesagt als getan. Es war noch ordentlich Betrieb auf der Radstrecke und da wir diese kreuzen mussten, stellten wir uns im Stau erst einmal hinten an. Nach und nach wurden die Autos durchgelassen, wenn sich mal eine größere Lücke zwischen zwei Radlern auftat und so kamen wir mehr oder weniger freiwillig in den Genuss, auch noch das Radrennen zu sehen. Die Spannung war aber irgendwie raus, schließlich wussten wir ja, dass die ersten schon mit ihrem Marathon fertig waren, den die Radler, die wir hier sahen, noch nicht einmal angetreten hatten. Echt verrückt, diese Verteilung des Rennens.

Zum Abend fuhren wir erneut in ein Restaurant in der Nähe des Sunset Beach Resorts, vor allem aber mit der Intention, dort eine Touri-Agentin anzutreffen, die einen Stand am Straßenrand neben dem Restaurant hatte und mit der wir vor ein paar Tagen schonmal gesprochen hatten. Wir wollten für den nächsten Tag eine Bootstour durch einen Mangrovenwald buchen und hofften, die Zeit, während wir auf das Essen warteten, effizient dafür nutzen zu können. Das klappte auch ganz gut und so buchten wir für Sonntag eine Private Tour. Private, um uns bei der Tour ideal auf Jelli einstellen zu können, ohne Rücksicht auf andere Tourteilnehmer nehmen zu müssen. Im Zweifel, falls Jelli es auf dem Boot nicht gefiel, konnten wir so jederzeit abbrechen.

Als wir am Abend ins Guesthouse zurückkehrten, war die Radstrecke problemlos passierbar. Hatten es also doch noch alle geschafft. Oder abgebrochen. Ein paar verletzte Gestalten, die offensichtlich mit dem Rad gestürzt waren, hatten wir am Flughafen auch gesehen und bemitleidet.

Jelli schlief im Guesthouse quasi prompt ein, das heißt, er setzte seinen schon im Auto begonnenen Schlaf fort. Das Jetlag Thema konnten wir ein für alle Mal abhaken. Ein Glück.

linkpost comment

Langkawi Sunset Beach Resort [Nov. 18th, 2015|04:22 pm]
Jon
[Tags|, , , , ]

linkpost comment

Langkawi - Part 3 [Nov. 18th, 2015|02:40 pm]
Jon
[Tags|, , , ]

Nach einem etwas holprigen Start waren wir am dritten Tag auf Langkawi also endlich im Urlaub angekommen. Nach Buchung der 4 Nächte im Seaside Guesthouse entspannten wir schlagartig und nach Entgegennahme des Mietwagens fühlten wir uns unendlich frei und unabhängig. Wir düsten sofort los, erstmal ohne konkretes Ziel, hauptsache weg von der überlaufenen Cenang Beach Gegend und die Insel erkunden.

Vom Verleih hatten wir eine touristische Übersichtskarte von Langkawi bekommen, auf welcher im Norden der Insel ein paar Strände eingemalt waren, die von uns erkundet werden wollten. Auf dem Weg dahin stoppten wir bei einem 200 Meter hohen Wasserfall, welcher nach kurzem Spaziergang über einen befestigten Weg von einem Parkplatz aus erreichbar war. Dort badeten in verschiedenen terassierten Becken etliche Menschen unterschiedlichster Couleur (darf ruhig wörtlich verstanden werden) und am Rand der Becken verteidigten die Angehörigen ihr Picknick gegen aufmüpfige Äffchen, die dort ebenfalls herumlungerten und sich auf alle knisternden Tüten stürzten, sobald ihr Besitzer mal für einen Moment in eine andere Richtung schaute. Wir versteckten vorsichtshalber sofort Jellis Zwieback. Jelli stieg vergnügt mit uns die felsigen Stufen zum Wasserfall empor und starrte oben auf all die planschenden Menschen. Ans Wasser traute er sich allerdings nicht so recht und so drehten wir nach einer Weile wieder ab.

Die Strände im Nordwesten der Insel waren zu unserer Überraschung nicht der Öffentlichkeit zugänglich. Einer war in einen Golfplatz integriert und der andere wurde von zwei Luxusresorts vereinnahmt, deren Security uns freundlich aber bestimmt erklärte, dass wir uns auf einer Sackgasse befänden und doch besser umdrehen sollten. Das taten wir dann auch und folgten der Straße weiter entlang der Nordküste gen Osten. Im Norden hielten wir kurz bei einem weiteren Strand, der nicht nur öffentlich sondern auch sehr schön war, allerdings in der Mittagssonne auch sehr heiß, viel zu heiß für unseren kleinen Jelli. So schauten wir den also nur kurz an und düsten dann weiter. Nach einem ausgiebigen Stopp am Langkawi Craft Complex, wo wir mehrere Austellungen und Shops zu malaysischer Handwerkskunst in großen klimatisierten, architekturell durchaus ansprechenden Hallen durchstreiften, beendeten wir die Rundfahrt mit einem Abendessen in vertrauter Umgebung in der Nähe des Sunset Beach Resorts.

Der nächste Tag verlief ähnlich, begann jedoch mit unserem Umzug vom Sunset Beach Resort ins Seaside Guesthouse und fand seinen Höhepunkt auf dem riesigen Spielplatz in der Hafenstadt Kuah im Südosten Langkawis, wo Jelli ausgiebig herumtobte und vor allem rutschte. Wir passten derweil auf, dass er nicht durch die morschen Planken des Piratenschiffs stürzte oder sich an den rostigen Nägeln verletzte, die hier und da herausragten, wo die Planken bereits einem Kind nachgegeben hatten. Es ist immer wieder auffällig und verblüffend, wie die Asiaten einerseits tolle Dinge bauen, um sie dann andererseits sich selbst und dem Verfall zu überlassen. Im Gasthaus waren am Morgen nur Frau und Kinder des Wirts anwesend, was sprachlich eine gewisse Hürde darstellte, da die Frau nur chinesisch sprach. Aber Zimmer- und Schlüsselübergabe ist ja an sich kein sonderlich komplexer Vorgang, so dass wir das mit viel Gestik, Mimik und Humor gut hinbekamen, immer den günstigen Preis im Hinterkopf behaltend. Das Seaside Guesthouse lag mit seinen 3 Zimmern wirklich direkt am Meer und einem grabenartigen Ausläufer, in dem bunte Fischerboote ankerten. Die Gastgeber lebten in zwei oder drei weiteren Räumen des Gebäudes auffallend bescheiden, vermutlich schlichter als ihre Gäste. Auf dem Spielplatz in Kuah trafen wir sie dann allesamt wieder und wurden schon begrüßt, als wären wir Teil der Familie.

Zu unserer großen Freude schien Jelli sich so langsam an die Zeitverschiebung zu gewöhnen. Das fiel bereits unterwegs auf, als er zu eher Mittagsschlaf typischer Zeit ein Nickerchen machte und bestätigte sich abends, wo er schon vor 22 Uhr im Guesthouse einschlief und uns somit noch etwas Ruhe vor dem Schlafengehen bescherte. So kamen wir noch dazu, uns über den Ironman zu informieren, welcher am nächsten Tag stattfinden sollte und die Mobilität auf der Insel arg beschränken würde. Insbesondere die Radstrecke drohte uns einzuschließen, so dass wir uns für den kommenden Tag erstmal nichts weiter vornahmen, außer uns das Spektakel anzuschauen, bei dem etwa 1000 irre Triathleten sich bei tropischem Klima und brennender Sonne über die Insel scheuchen würden. 3,6 km Schwimmen, 180 km Rad und hintendran noch ein Marathon - bei Temperaturen von über 30 Grad im Schatten (und wo gabs den da schon?) für uns unvorstellbar.

link2 comments|post comment

Langkawi - Part 2 [Nov. 16th, 2015|11:38 pm]
Jon
[Tags|, , , ]

Die ersten zwei Tage auf Langkawi vergingen wie im Flug. Den zweiten Tag verbrachte ich dabei fast ausschließlich im Empfangsbereich des Sunset Beach Resort, wo es halbwegs brauchbaren Wlan-Empfang für die nötigen Recherchen zur Weiterführung der Reise gab. Im Second Hand Buchladen hatten wir noch zwei Malaysia Reiseführer besorgt, welche Janine wälzte, während sie mit Jelli den klimatisierten Bungalow hütete. Es war wirklich nicht einfach und unser bis dahin bewährtes Reisekonzept der letzten 7 Jahre wurde auf eine harte Probe gestellt. Neben Langkawi suchten wir auch Unterkünfte auf der thailändischen Nachbarinsel Koh Lipe, welche ebenfalls traumhaft sein sollte. War aber auch sündhaft teuer (Thailand ist auch nicht mehr, was es mal war) und fiel damit letztlich aus. Die Situation entspannte sich etwas, als ich erfuhr, dass wir noch eine Nacht im Sunset Beach Resort dran hängen könnten. Danach wäre es aber ausgebucht.

Bisher hatten wir nach Bungalows oder Zimmern am Strand gesucht, von denen man zu Fuß ein paar Läden und Restaurants erreichen konnte. Man wollte ja schließlich nicht hungern und auch ohne Taxi mal etwas erkunden und erleben. Hotelbunker schlossen wir kategorisch aus. Somit reduzierten wir uns natürlich auch auf die beliebtesten und kurzfristig entsprechend schwer zu bekommenden Quartiere. Auf Airbnb hatte ich aber zum Beispiel auch ein Gasthaus gesehen, welches zwar direkt am Meer war, sonst aber etwas ab vom Schuss am Ende eines kleinen Fischerdorfes lag. Der Preis von circa 24 Euro pro Nacht war fantastisch (vgl. Sunset Beach Familienzimmer: 60 Euro) und auch die Bewertungen nicht schlecht, aber alle betonten, dass man ohne Auto oder Scooter dort echt abgeschnitten wäre. Um nicht einen weiteren Urlaubstag an Recherche zu verlieren, beschlossen wir einen Strategiewechsel: Wenn die Unterkunft nur billig genug wäre, könnten wir uns auch einen Mietwagen und damit zusätzliche Flexibilität leisten.

So buchten wir schließlich 4 Nächte in besagtem Seaside Guesthouse und für etwa 30 Euro pro Tag noch einen schnuckeligen kleinen Mietwagen. Das war die beste Entscheidung überhaupt. Plötzlich öffnete sich ein ganz anderes Langkawi für uns. So schön das Sunset Beach Resort auch war, die sonstige Umgebung war es nicht wirklich und wir waren ehrlich gesagt schon etwas enttäuscht von Langkawi. Hinter dem Resort verlief die Straße entlang des beliebtesten Strandes der Insel, dem Cenang Beach, welcher von "unserem" Strand nur durch eine herausragenden Felsen getrennt war. Die Gegend war quasi der Simon-Dach-Kiez der Insel, nur nicht halb so gemütlich. Ein paar nette und weniger nette Restaurants und viele eher hässliche Touri-Shops. Das Prädikat Trauminsel hätte Langkawi von uns höchstens erhalten, wenn man die ganzen Shops und Horden von Menschen irgendwie hätte entfernen können. Dann wäre vermutlich auch der Cenang Beach ganz hübsch gewesen. Aber mit dem Auto waren wir ja nun flexibel und konnten andere Gegenden erkunden. Irgendwo musste es ja Plätze geben, denen die Insel ihren guten Ruf verdankte. Außerdem konnten wir nun endlich mal durchatmen und Urlaub machen. Inklusive der Sunset Beach Verlängerung hatten wir nun für die nächsten 6 Nächte ein Dach über dem Kopf, unter dem sich die abendlichen Regengüsse aushalten ließen.

linkpost comment

Langkawi [Nov. 15th, 2015|12:46 am]
Jon
[Tags|, , , ]

In Langkawi begrüßten uns Dunkelheit und Regen, aber wir waren froh endlich mal wo anzukommen. Wir nahmen ein Taxi zum Sunset Beach Resort, für welches wir schon in Kuala Lumpur eine Nacht gebucht hatten und als man uns dort fragte, ob wir noch zwei Nächte im Familienzimmer dranhängen wollten, sagten wir gern zu. Halbwegs bezahlbare Unterkünfte waren auf Langkawi zu der Zeit kaum zu bekommen und vor Ort erfuhren wir auch, weshalb: Irgend ein Hindu Feiertag, Schulferien und zu guter Letzt ein kurz bevorstehender Ironman Triathlon schwemmten jede Menge Menschen auf die Insel. Das Sunset Beach Resort war ein echter Glücksgriff. An einem absolut ruhig gelegenen Strandabschnitt bot es ein paar klimatisierte Bungalows für vergleichsweise wenig Geld. Das Personal war total freundlich und alles hatte den Charme eines kleinen Familienbetriebs.

Da hätten wir also schön entspannen können, aber so richtig klappte das die ersten Tage und Nächte noch nicht. Jellis Schlafrhythmus war weiterhin verkorkst, bzw. eben noch immer in Deutschland verortet, so dass wir bis in die tiefe Nacht damit beschäftigt waren, ihn zum Schlafen zu überreden. Danach war kaum noch Zeit und Energie vorhanden, die weitere Reiseplanung festzuklopfen, geschweige denn, mal entspannt die Füße hochzulegen. Auch das tagtägliche Essen in Restaurants und Garküchen will mit Kleinkind erstmal geübt werden. Schließlich wartet klein Jelli nicht ganz so selbstverständlich und geduldig wie wir auf das bestellte Essen. Da wird rumgelaufen, es werden Stühle rumgeschoben und auch die ein oder andere Tischdecke herunter gezerrt. Zum Glück genoss Jelli von Anfang an und überall einen Rockstarbonus. Er versprühte gute Laune wohin er kam und kaum jemand konnte seinem Zauber widerstehen.

So konnten wir die ersten Tage auf Langkawi jedenfalls kaum genießen. Zu brennend drückte die Frage nach dem weiteren Verlauf der Reise und wie man all das hinbekommt, ohne uns und insbesondere Jelli zu stressen. Besonders belastend waren dabei die vielen ausgebuchten Quartiere bzw. die verbleibenden Massenunterkünfte, die unserem langjährig aufgebauten Ideal vom Traumurlaub so gar nicht entsprachen. Entschleunigung war dringend nötig. Erstmal runter kommen und möglichst in Ruhe weiter schauen.
linkpost comment

What the Flug??!!! - Part 3 [Nov. 15th, 2015|12:19 am]
Jon
[Tags|, , , , , ]

An Schalter X16 wurde uns geholfen. Na so fast zumindest. Wir kamen gleich dran und erfuhren, wie sich Air Asia das Prozedere vorstellt, wenn ein Flug gestrichen wird. Wir erhielten eine Umbuchoption auf einen anderen Flug woanders hin in Indonesien (also einen ganz konkreten Ort, dessen Name mir gerade nicht einfällt), der uns nicht interessierte, oder wir konnten stornieren, was wir dann auch taten. Dafür bekamen wir (bzw. bekommen hoffentlich noch) Guthaben, einlösbar bei Air Asia innerhalb von 90 Tagen ab Erhalt. Aber bis man das Guthaben bekommt kann es 14 Tage dauern. Ich frage mich, wie viele Reisende das dann noch wahrnehmen können?

Nach Langkawi mussten wir jedenfalls auf eigene Kosten buchen, weil wir wollten ja gleich los und nicht erst in 14 Tagen. Na vielleicht geht dann wenigstens der Rückflug über das Guthaben. Apropos selbst buchen: den nächsten Flug konnten wir quasi nicht mehr nehmen, weil es horrend teuer ist, zwei Stunden vor Abflug noch Gepäck auf einen Flug zu buchen. Man muss mindestens 4 Stunden vor Abflug buchen, um einen normalen Preis zu bekommen. Und wir sollten das am besten selbst online machen, wäre günstiger, meinte die Frau an X16. Das Zeitfenster für den nächsten Flug verpassten wir dann aber auch, weil das Wlan im Flughafen oder die Air Asia Webseite so lahm war, dass wir es innerhalb einer knappen Stunde nicht hin bekamen. Jelli schlief derweil immer noch.

Schlussendlich buchten wir doch am Schalter einen Flug am Abend und erreichten Langkawi leicht geschlaucht gegen 21 Uhr. Der einstündige Flug verlief zum Glück mal wieder total unkompliziert mit Jelli, obwohl wir ihn wegen Turbulenzen schon etwas vor dem Landeanflug anschnallen mussten.

linkpost comment

What the Flug??!!! - Part 2 [Nov. 13th, 2015|01:55 am]
Jon
[Tags|, , , , , ]

Da saßen wir nun im Airport Hotel in Kuala Lumpur, wo eine kleine Mail von Air Asia unsere seit Monaten gepflegten Urlaubsträume und -pläne unter sich begrub. Es schien uns zu riskant, auf einen Ersatzflug nach Lombok zu warten und es war auch nicht klar, ob wir - einmal in Lombok oder Bali angekommen - dann auch wieder zum Urlaubsende weg kämen. Die Öffnung der Flughäfen hing allein an der Windrichtung und den unberechenbaren Launen eines Vulkans. Doch etwas riskant.

Mit etlichen positiven Erzählungen von Freunden und Bekannten im Sinn, entschieden wir uns letztlich, den Lombok Flug am nächsten Morgen nach Langkawi umzubuchen. Ist auch ne Insel und angeblich auch ganz hübsch, also ganz im Sinne unseres Urlaubs. Zur Diskussion standen auch Penang oder die Cameron Highlands, aber zu Penang wussten wir zu wenig und in den Highlands hätte es für uns tatsächlich etwas zu kühl werden können. Auf 10 bis 21 Grad Celsius waren wir nicht eingestellt und überhaupt - wir wollten ja ans Meer.

Die Nacht verlief so la la. Viel Schlaf bekamen wir nicht, weil Jelli den Großteil der Nacht meinte, bloß weil es dunkel sei, wär lange noch nicht Schlafenszeit. Jetlag at its best. Am nächsten Morgen erstmal Frühstück und das war durchaus üppig, und dann auf zum Flughafen. Bis wir da waren, war dann schon mittags. Wir sind erstmal mit dem Hotel Shuttle zum International Airport (KLIA), in der Hoffnung bei Lufthansa etwas von unserer verlorenen Spielzeugtasche zu hören oder sehen. Dem war leider nicht so. Der Lufthansa Ticketschalter öffnete erst 20:30 Uhr und das Flughafenbüro von Lufthansa war nur an Wochenenden und Feiertagen geöffnet. Montag bis Freitag geschlossen. Verrückte Welt! Am Air Asia Schalter schaute man sich bedächtig unsere Papiere an und meinte dann, wir müssten zum anderen Flughafen (KLIA2), von dem Air Asia fliegt, und dort am Schalter fragen, ob und wie das Lombok-Ticket zu ersetzen wäre. Dieser Air Asia Schalter am KLIA, dem Flughafen, von dem Air Asia nicht fliegt, war überhaupt eine Kuriosität. Wofür gab es den? Versteckt hinter einem hohen Tresen saßen dort zwei junge, penibel frisierte Asiaten (man sah auf Grund des Tresens auch kaum mehr als die Frisuren) mit Stöpseln im Ohr und starrten unentwegt auf ihre von außen uneinsehbaren Bildschirme, klickten ein wenig mit der Maus und fluchten gelegentlich vor sich hin. Wenn die nicht den ganzen Tag Computer spielten, dann weiß ich auch nicht. Helfen konnten die einem jedenfalls nicht.

Wir nahmen dann also den Zug zum KLIA2. Während uns der KLIA (eines der Drehkreuze in Südostasien überhaupt) noch mit seiner insgesamt sehr ruhigen Atmosphäre beeindruckt hatte, war im KLIA2 plötzlich alles ganz anders. Ein Gewusel, das selbst Berliner Flughäfen nicht toppen würden und unorganisiertes Chaos an den Check-In Schaltern, das doch schon eher an Schönefeld erinnerte. Nur alles ein wenig größer als man es aus Berlin kennt, natürlich. Viel größer. Wir suchten uns einen halbwegs leeren Schalter und erfuhren, dass wir uns doch an den brechend vollen gegenüber anstellen sollten. Dort hingen all jene fest, die eigentlich nach Lombok oder Bali wollten und nun einer nach dem anderen die Optionen erklärt bekamen, um dann vor dem Schalter in aller Ruhe das Weitere abzuwägen. Jelle tat das einzig Vernünftige, was man in einer solchen Situation machen kann: er lehnte sich im Buggy zurück und holte den verpassten Schlaf der letzten Nacht nach. Janine und ich verzweifelten ganz kurz jeder vor sich hin, jeder mit seinen eigenen ratlosen Gedankenspielen. Wie eine Fee tauchte da die Frau im Air Asia Dress auf und erklärte, dass da doch ein weiterer Schalter wäre, in Gang X am anderen Ende der Halle. Wir stürmten los.

To be continued...

linkpost comment

What the Flug??!!! [Nov. 12th, 2015|02:16 am]
Jon
[Tags|, , , , , , ]

Es ist mal wieder ein aufregender Trip. Aufregender als uns lieb ist. Nachdem unser Lufthansa Flug nach Frankfurt wegen des Flugbegleiterstreiks gestrichen wurde, bin ich Freitag nach dem verspäteten Feierabend noch zum Flughafen geradelt und hab mich dort ans Ende einer Schlange begeisterter Reisender gestellt. Immerhin: man konnte umbuchen, allerdings auf einen 6 Std früheren Flug Samstag Mittag. Das bescherte uns also etwas mehr Packstress und einen elendig langen Aufenthalt in Frankfurt. Beides ergänzte sich aber ganz gut - so im Nachhinein betrachtet.

Die Zeit in Frankfurt nutzten wir dann nämlich zum shoppen: Windeln, Nuckelflasche, Kinderbücher,... was man halt so braucht, wenn man die Wickeltasche im Abreisedurcheinander zuhause liegen gelassen hat. Die Zeit verging wie im Flug. Lag aber auch daran, dass man unseren Buggy in Frankfurt nicht mit auslud sondern bis Kuala Lumpur durchcheckte; das gab also erstmal Warte- und Rennerei, bis wir das raus hatten, und letztlich liehen wir uns ein rollendes Klappergestell am Flughafen. Immerhin ging das.

Der Flug nach Kuala Lumpur lief ziemlich gut und Jelli passte sogar in die Babyschale, ohne dass die Beine raushingen oder so. Wär hätte das gedacht?! Der Flieger war dank Streik (ausgefallene Zubringerflüge) halb leer und wir hatten Platz, uns schön breit zu machen. In Kuala Lumpur wartete am Gate dann schon der Buggy - zum Glück. Wir hatten schon etwas Angst, war nämlich gar nicht unserer, sondern von einer Freundin geliehen. Am Air Asia Stand holten wir gleich noch Info zum nächsttägigen Flug nach Lombok ein, weil ja noch nicht klar war, ob der überhaupt stattfinden würde, wegen Vulkan und so. Aktueller Stand wäre aber, der Flug geht. Also ab ins Hotel. Nach kurzem Warten auf den Shuttlebus und noch kürzerer Fahrt saßen wir in einem kleinen Zimmer des Concordia Inn Airport Hotels. Wlan funktionierte und wir kontaktierten unseren Fahrer in Lombok und den Wirt, dass wir kommen würden. Und dann fuhr ich nochmal zum Fughafen.

Dummerweise hatten wir einen kleinen Sack im Flieger liegen gelassen, den ein freundlicher Flugbegleiter vor dem Start aus unserem Fußraum entfernt und irgendwo über unseren Köpfen verstaut hatte. Tja, aus den Augen, aus dem Sinn. Der kleine Sack enthielt das Spielzeug, welches wir nicht in die Wickeltasche gepackt hatten. Blöderweise war der Lufthansaschalter am Flughafen übervoll mit Passagieren, deren Flug nach Frankfurt gerade gestrichen worden war. Nach einer halben Stunde ohne Bewegung in der Schlange gab ich auf. Die Flughafeninfo konnte mir auch nicht weiter helfen und das Fundbüro war für mich unerreichbar in der Gepäckhalle neben den Förderbandkarussels. Dafür erhielt ich von Janine per SMS die Nachricht, dass der Flug nach Lombok nun doch gestrichen wurde. Der Air Asia Schalter war aber natürlich nicht mehr besetzt. Ohne weitere Infos und ohne Spielzeug kehrte ich also zurück ins Hotel.

to be continued...

link1 comment|post comment

navigation
[ viewing | most recent entries ]
[ go | earlier ]